Wilde Herzen (1994)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | André Téchiné |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1994-06-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 807.775 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (147 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Villeneuve, Südwestfrankreich, in den 1960er Jahren, während sich Frankreich im Krieg um die Unabhängigkeit Algeriens befindet. Für eine Gruppe junger Menschen fallen in diese Zeit auch die ersten großen Fragen des Erwachsenwerdens: Zweifel an der eigenen Sexualität, politische Positionierung, die ersten ernsthaften Zuneigungen. Henri, ein junger Algerier, kommt zum Schulbesuch in die Stadt und bringt seinen Mitschülern die Realität des Krieges deutlich näher, als ihnen lieb ist. François und Serge reagieren auf seine unversöhnliche, kämpferische Art unterschiedlich, während die junge Maïté sich zu ihm hingezogen fühlt. Wie sich diese Konstellation aus Freundschaft, Begehren und politischer Spannung auflöst, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1994 unter der Regie von André Téchiné. In den Hauptrollen sind Élodie Bouchez, Gaël Morel, Stéphane Rideau und Frédéric Gorny zu sehen. Freigegeben ist "Wilde Herzen" ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm zeigt sich hier nicht als reine Zweierbeziehung, sondern als Geflecht mehrerer junger Figuren, deren Gefühle sich in verschiedene Richtungen verzweigen. Dass die Geschichte historisch in den Algerienkrieg eingebettet ist, verschiebt das übliche Muster des Coming-of-Age-Films: Die private Selbstfindung der Jugendlichen findet nicht losgelöst von der Politik statt, sondern wird von ihr unmittelbar durchkreuzt. Henri als Figur, die den Krieg konkret in den Alltag der anderen trägt, sorgt dafür, dass persönliche und gesellschaftliche Konflikte nicht getrennt, sondern ineinander verschränkt erzählt werden. Die Besetzung mit vier annähernd gleichgewichtigen jungen Rollen deutet zudem darauf hin, dass der Film weniger auf ein einzelnes Liebespaar zielt als auf ein Ensemble unterschiedlicher Reaktionen auf dieselbe Zeit.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen lässt sich der Film als solide, aber nicht breit rezipiert beschreiben. Seit seinem Erscheinen 1994 sind mittlerweile über drei Jahrzehnte vergangen, was ihn innerhalb des Genres zu einem älteren Beispiel für die Verbindung von Liebesfilm und historisch verortetem Drama macht. Innerhalb dieser Genrekombination sticht "Wilde Herzen" durch seine konkrete politische Rahmung hervor, die ihn von rein privat erzählten Liebesgeschichten unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Élodie Bouchez als Maïté Alvarez
- Gaël Morel als François Forestier
- Stéphane Rideau als Serge Bartolo
- Frédéric Gorny als Henri Mariani
- Michèle Moretti als Madame Alvarez
- Jacques Nolot als Monsieur Morelli
- Eric Kreikenmayer als Pierre Bartolo
- Nathalie Vignes als Irène
- Michel Ruhl als Monsieur Cassagne
- Fatia Maite als Aicha Morelli
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Verfügbarkeit
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