Wiedersehen in Howards End (1992)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | James Ivory |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 140 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1992-03-13 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 8.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 26.126.837 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (610 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
England im viktorianischen Zeitalter: Die adlige Ruth Wilcox verbindet eine enge Freundschaft mit Margaret Schlegel, die um Jahre jünger ist und aus bürgerlichem Hause stammt. Ruths Angehörige beäugen die Verbundenheit der beiden Frauen kritisch — eine Nähe über die Standesgrenze hinweg passt nicht in ihre Vorstellung von Ordnung. Als Ruth stirbt, erwartet die Familie eine Überraschung: Margaret erbt den Familienbesitz Howards End ganz allein. Was dieser Umstand für alle Beteiligten nach sich zieht, entfaltet die Geschichte von diesem Punkt an.
Entstehungsgeschichte
James Ivory hat den Film inszeniert, der 1992 herauskam. Die Hauptrollen tragen Emma Thompson, Helena Bonham Carter, Anthony Hopkins und Samuel West. Die Freigabe ab sechs Jahren weist auf einen Stoff hin, der seine Konflikte im Gespräch und nicht in der Zuspitzung austrägt.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm bilden hier eine Einheit, in der die Gefühlsbindungen zugleich gesellschaftliche Fragen sind. Wer wen kennt, wer wen einlädt, wer wem etwas vererbt: In einer Erzählung, die zwischen Adel und Bürgertum angesiedelt ist, tragen solche Vorgänge das Gewicht, das andernorts Ereignisse tragen. Die Anlage stellt ein Haus in den Mittelpunkt und macht es zum Prüfstein — der Besitz entscheidet darüber, wer dazugehört. Auffällig ist, dass die Freundschaft zweier Frauen den Anstoß gibt und nicht eine Liebesgeschichte im engeren Sinne; der Konflikt entsteht aus der Reaktion der Familie darauf. Auch die Epoche trägt zur Anlage bei: Im viktorianischen Zeitalter ist die Frage, wer welchen Umgang pflegt, keine private, sondern eine, über die eine ganze Verwandtschaft mitbefindet.
Einordnung & Wirkung
7,0 von 10 ist ein deutlich überdurchschnittlicher Wert, gestützt allerdings auf eine dreistellige und damit schmale Stimmenbasis — ein Verhältnis, das für ruhige Literaturverfilmungen mit festem Publikum charakteristisch ist. Vierunddreißig Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel für das Kostümdrama in seiner zurückhaltenden Form, das seine Wirkung aus Haltung und Sprache statt aus Zuspitzung bezieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Emma Thompson als Margaret Schlegel
- Helena Bonham Carter als Helen Schlegel
- Anthony Hopkins als Henry J. Wilcox
- Samuel West als Leonard Bast
- Vanessa Redgrave als Ruth Wilcox
- Adrian Ross Magenty als Tibby Schlegel
- Prunella Scales als Aunt Juley
- James Wilby als Charles Wilcox
- Joseph Bennett als Paul Wilcox
- Jo Kendall als Annie
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Verfügbarkeit
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