Werk ohne Autor (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Florian Henckel von Donnersmarck |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm, Historie |
| Laufzeit | 188 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-10-03 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 18.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 4.831.836 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (773 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Dresden, 1938: Kurt Barnert ist noch ein Kind und hängt an seiner Tante Elizabeth, einer feinfühligen jungen Frau, mit der er Museen besucht, lange spazieren geht und Klavier spielt. Im nationalsozialistischen Deutschland ist für Menschen wie sie kein Platz. In eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, wendet sie sich an Professor Carl Seeband mit der Bitte, sie nicht zu sterilisieren; ihr Schicksal fällt grausamer aus und steht am Anfang einer Vernichtung. Kurt überlebt die Bombardierung Dresdens, wächst im Osten auf und hat eine Begabung zum Zeichnen, die er in den Bahnen des sozialistischen Realismus schult. Die Begegnung mit Ellie, der Tochter jenes Arztes, der über seine Tante entschied, und der Wechsel in den Westen verändern seinen künstlerischen Weg und holen das Verdrängte zurück.
Entstehungsgeschichte
Florian Henckel von Donnersmarck führte Regie bei dem 2018 erschienenen Film. Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer und Saskia Rosendahl bilden die Besetzung, die eine Geschichte über einen sehr langen Zeitraum tragen muss. Freigegeben ist der Film ab zwölf Jahren; international läuft er unter dem Titel „Never Look Away“.
Hinter den Kulissen
Drama, Liebesfilm und Historie greifen so ineinander, dass keines für sich stehen kann: Die Liebesgeschichte ist der Ort, an dem die politische Vorgeschichte einholt, was die Figuren hinter sich lassen wollten. Ein Maler, Dresden, eine Kunstgalerie, der Zweite Weltkrieg und Adolf Hitler: Die Anlage bindet eine Künstlerbiografie an die Geschichte Deutschlands. Der Titel formuliert dabei eine Frage, die die Handlung stellt: Wem gehört ein Bild, wenn das, was es zeigt, aus einer verschütteten Erinnerung stammt? Bei einem Stoff, der Zwangssterilisation und Vernichtung berührt, ist das kein beiläufiger Hintergrund, sondern der Kern des Konflikts.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung von 7,7 von 10 liegt klar über dem Mittel, beruht aber auf einer dreistelligen und damit schmalen Stimmenbasis. Acht Jahre nach 2018 ist der Abstand kurz; der Film gehört noch zur jüngeren Gegenwart, während der Stoff, den er behandelt, weit zurückreicht. Im deutschen Geschichtsdrama steht er für die aufwendige, über Jahrzehnte gespannte Variante, die private Entwicklung und Staatsgeschichte aneinanderlegt, statt sie zu trennen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tom Schilling als Kurt Barnert
- Sebastian Koch als Carl Seeband
- Paula Beer als Ellie
- Saskia Rosendahl als Elisabeth May
- Oliver Masucci als Antonius van Verten
- Cai Cohrs als Six-Year-Old Kurt Barnert
- Ina Weisse als Martha Seeband
- Evgeniy Sidikhin als Major Murawjow
- Mark Zak als Murawjow Interpreter
- Ulrike C. Tscharre als Miss Hellthaler
Weitere Filme von Florian Henckel von Donnersmarck
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.