Warten auf die Barbaren (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ciro Guerra |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2020-07-30 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 761.361 $ |
| TMDB-Bewertung | 5,9 (424 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Oberst Joll von der Politpolizei ist nicht für Zurückhaltung bekannt. Mit eiserner militärischer Härte setzt er durch, was er sich vorgenommen hat. Weit entfernt, auf einem abgelegenen Grenzposten, bemüht sich unterdessen der Magistrat darum, Recht und Ordnung aufrechtzuerhalten.
Die Lage ändert sich, als die Nachricht die Runde macht, ein Nomadenstamm bereite einen Angriff vor. Joll hält Einzug in der Stadt und lässt die vermeintlichen Feinde foltern. Der Magistrat sieht das mit wachsendem Unbehagen. Zwischen dem Mann, der auf Gewalt setzt, und dem Mann, der für eine geordnete Rechtspflege steht, öffnet sich ein Konflikt, der über die Frage nach dem angeblichen Angriff weit hinausreicht. Wohin dieser Gegensatz führt, bleibt hier bewusst ungesagt.
Entstehungsgeschichte
Ciro Guerra hat das Drama inszeniert, das 2020 erschien. Mark Rylance, Johnny Depp, Robert Pattinson und Gana Bayarsaikhan gehören zur Besetzung. Die Freigabe ab 16 Jahren trägt dem ernsten Stoff Rechnung, in dem Folter und staatliche Willkür eine zentrale Rolle spielen.
Die Handlung konzentriert sich auf wenige Positionen: den Oberst, den Magistrat und die Menschen, die als Feinde behandelt werden. Die vier Namen der Besetzung verteilen sich auf ein Geflecht, in dem diese gegensätzlichen Haltungen aufeinandertreffen.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie verbinden sich hier zu einer Erzählung über Macht an den Rändern eines Reiches. Der Grenzposten ist ein Ort, an dem die Ordnung dünn ist und Gerüchte schnell Wirkung entfalten. Schon der Titel verweist auf das Muster der Geschichte: Die Bedrohung ist eine Erwartung, und aus dieser Erwartung heraus wird gehandelt.
Die Gegenüberstellung zweier Amtsträger macht den Kern aus. Der Oberst verkörpert eine Politik der Härte, der Magistrat eine Vorstellung von Recht, die mit Folter nicht vereinbar ist. Dass die Feinde nur als „vermeintlich“ gelten, verschiebt den Blick: Nicht der drohende Angriff steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, was Menschen im Namen der Sicherheit anderen antun. Das Werk bleibt damit ein nüchternes Drama über Verantwortung und Gewissen, eher als ein Kriegsfilm.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 5,9 von 10 zeigt ein geteiltes Echo. Getragen wird sie von einigen hundert Stimmen, genug für eine erste Einordnung, aber keine sehr breite Grundlage.
Sechs Jahre nach dem Erscheinen steht der Film in einer Reihe historischer Dramen, die weniger von Schlachten als von Machtmissbrauch erzählen. Seine Stärke liegt in der klaren moralischen Anordnung, die das Publikum an die Seite eines Beamten stellt, der das Vorgehen seines Gegenübers nicht mittragen will.
Bilder








Besetzung & Stab
- Mark Rylance als The Magistrate
- Johnny Depp als Colonel Joll
- Robert Pattinson als Officer Mandel
- Gana Bayarsaikhan als The Girl
- Greta Scacchi als Mai
- David Dencik als The Clerk
- Sam Reid als The Lieutenant
- Harry Melling als Garrison Soldier #4
- Bill Milner als Garrison Soldier #5
- Gursed Dalkhsuren als Old Prisoner
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Verfügbarkeit
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