Vajont - La diga del disonore (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Renzo Martinelli |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-10-12 |
| Budget | 17.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 329.092 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (119 Stimmen) |
Worum es geht
Am Fuße des Monte Toc entsteht mit dem Vajont-Staudamm die höchste Talsperre der Welt, geplant vom Ingenieur Semenza, um das Land mit Strom zu versorgen. Doch der Berg gibt Warnsignale, die kaum jemand hören will. Die Journalistin Tina Merlin von „L'Unitá“ versucht über Jahre, auf die Gefahr eines Bergrutschs und auf Versäumnisse von Politik und Bauleitung aufmerksam zu machen. Statt auf die alarmierenden Analysen von Semenzas Sohn zu hören, verlässt man sich lieber auf den älteren Geologen Dal Piaz. Die Geschichte folgt diesem Wettlauf zwischen Warnung und Ignoranz bis zur Nacht des 9. Oktober 1963, als sich am Berg etwas löst, das die Talschaft für immer verändert.
Entstehungsgeschichte
„Vajont – La diga del disonore“ entstand im Jahr 2001 unter der Regie von Renzo Martinelli. Zur Besetzung des Dramas gehören Michel Serrault, Daniel Auteuil, Laura Morante und Jorge Perugorría.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet die Anlage einer technischen Katastrophenerzählung mit dem Drama einzelner Figuren, die zwischen wirtschaftlichem Interesse, politischer Trägheit und wissenschaftlicher Warnung stehen. Dass eine Journalistin als zentrale Figur auftritt, verschiebt den Blick weg von der reinen Ingenieursleistung hin zur Frage, wer Verantwortung trägt und wer sie verschweigt. Die Gegenüberstellung eines jungen, alarmierten Ingenieurs und eines etablierten, beschwichtigenden Geologen macht aus dem Stoff zugleich ein Drama über Generationenkonflikte und über die Autorität etablierten Wissens gegenüber unbequemen neuen Erkenntnissen. Die internationale Besetzung mit französischen, italienischen und kubanischen Namen deutet auf eine Produktion, die den Stoff über Italien hinaus adressieren wollte.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 bei einer eher schmalen, dreistelligen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Rezeption ablesen ließe. Seit der Veröffentlichung 2001 sind mehr als zwanzig Jahre vergangen, in denen der Titel offenbar kein großes Publikum in den Bewertungszahlen versammelt hat. Innerhalb des Dramagenres reiht er sich in jene Werke ein, die reale Katastrophen als Ausgangspunkt für eine Erzählung über menschliches und institutionelles Versagen nutzen.
Bilder



Besetzung & Stab
- Michel Serrault als L'Ingegner Carlo Semenza
- Daniel Auteuil als Nino Biadene
- Laura Morante als Tina Merlin
- Jorge Perugorría als Olmo Montaner
- Leo Gullotta als Mario Pancini
- Anita Caprioli als Ancilla
- Mauro Corona als Piero Corona
- Philippe Leroy als Giorgio dal Piaz
- Nicola Di Pinto als Francesco Penta
- Massimo Sarchielli als Reverendo
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