Unmoralische Geschichten (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Walerian Borowczyk |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-08-28 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 5,9 (290 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Vier Episoden, vier Zeitalter: Die erste spielt in der Gegenwart und zeigt einen jungen Mann und seine Cousine, die von der Flut auf einem abgelegenen Streifen Strand eingeschlossen werden. Die zweite versetzt ins neunzehnte Jahrhundert und begleitet ein Mädchen, das in ihrem Zimmer eingeschlossen wird und die Gegenstände darin auf ihre erotische Wirkung hin betrachtet. Die dritte widmet sich der Gräfin Erzsébet Báthory im sechzehnten Jahrhundert, der man nachsagte, sich in Blut junger Frauen zu baden. Die vierte schließlich schildert eine inzestuöse Orgie im fünfzehnten Jahrhundert um Lucrezia Borgia, ihren Bruder und ihren Vater, den Papst. Vier in sich geschlossene Geschichten also, die jeweils eine eigene Epoche und eine eigene Form von Grenzüberschreitung durchspielen, ohne dass eine übergreifende Handlung sie verbindet.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt von Regisseur Walerian Borowczyk und entstand 1974. Zur Besetzung gehören Lise Danvers, Fabrice Luchini, Charlotte Alexandra und Lisbeth Hummel, die auf die vier Episoden verteilt sind. Die Altersfreigabe liegt bei 18 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama und Liebesfilm trifft auf einen Episodenaufbau, der historische Figuren und fiktive Personen gleichermaßen in erotisch aufgeladene Situationen stellt. Die Spannweite von der Gegenwart bis ins fünfzehnte Jahrhundert macht deutlich, dass es weniger um eine konkrete historische Rekonstruktion geht als um die Wiederkehr bestimmter Muster – Isolation, Kontrolle, Tabubruch – über die Zeiten hinweg. Dass mit Báthory und Borgia zwei Figuren mit realem historischen Hintergrund neben rein fiktiven Episoden stehen, verstärkt den Eindruck eines bewusst gebauten Kontrasts zwischen Legende und erfundener Geschichte.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 5,9 bei einer vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine klare Tendenz ablesen ließe. Der zeitliche Abstand zur Entstehung 1974 beträgt inzwischen fünfzig Jahre, in denen sich das Publikum an solche Episodenfilme mit historischem Anspruch und expliziter erotischer Ausrichtung gewöhnt hat. Innerhalb der Kombination aus Drama und Liebesfilm nimmt der Titel durch seine vier getrennten Zeitebenen eine Position ein, die sich von linear erzählten Werken des Genres deutlich abhebt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lise Danvers als Julie - Story 1
- Fabrice Luchini als André - Story 1
- Charlotte Alexandra als Thérèse - Story 2
- Lisbeth Hummel als Lucy Broadhurst - Story 3
- Paloma Picasso als Elisabeth Bathory - Story 4
- Pascale Christophe als Istvan - Story 4
- Florence Bellamy als Lucrezia Borgia - Story 5
- Lorenzo Berinizi als Caesar Borgia - Story 5
- Jacopo Berinizi als Pope Alexander VI - Story 5
- Philippe Desboeuf als Hyeronimus Savonarola - Story 5
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Verfügbarkeit
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