Treibende Wolken (1955)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Naruse Mikio |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1955-01-15 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (109 Stimmen) |
Worum es geht
Während des Zweiten Weltkriegs beginnt in Indochina eine Affäre zwischen dem Forst- und Geschäftsmann Kengo und der jüngeren Sekretärin Yukiko. Fernab der Heimat entsteht zwischen beiden ein Zustand, der beinahe traumhaft wirkt. Nach der Rückkehr nach Japan im Jahr 1946 zerbricht diese Illusion jedoch an der Wirklichkeit: Kengo, dessen Verhalten immer wieder verantwortungslos bleibt, ist nicht bereit, seine kränkelnde Frau für Yukiko zu verlassen. Yukiko wiederum kann sich von der Vorstellung eines gemeinsamen Lebens mit ihm nicht lösen. Ohne dauerhafte Aussicht auf Erfüllung nähern sich beide immer wieder an, ohne dass daraus etwas Bleibendes entsteht.
Entstehungsgeschichte
„Treibende Wolken“ entstand 1955 unter der Regie von Naruse Mikio. Der japanische Spielfilm zählt zu den Dramen mit deutlichem Schwerpunkt auf der Liebesgeschichte seiner Hauptfiguren. In den zentralen Rollen sind Hideko Takamine und Masayuki Mori zu sehen, an ihrer Seite stehen Okada Mariko und Yamagata Isao.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Kriegs- und Nachkriegszeit als erzählerischer Rahmen setzt die persönliche Beziehung der beiden Figuren in ein größeres historisches Gefälle: Was in der Fremde unter Ausnahmebedingungen möglich schien, lässt sich im nüchternen Alltag Japans nicht fortsetzen. Die Genrekombination aus Drama und Liebesfilm deutet darauf hin, dass der Film weniger auf äußere Konflikte als auf die innere Zerrissenheit seiner Protagonisten setzt. Dass Kengo an seiner Ehe festhält und Yukiko dennoch nicht loslässt, beschreibt eine Konstellation ohne klare Lösung, die sich in wiederholten, aber stets flüchtigen Annäherungen erschöpft.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,7 bei einer noch überschaubaren Zahl an abgegebenen Stimmen zählt der Film zu jenen Titeln, die eine solide, aber nicht sehr breite Rezeption gefunden haben. Seit der Entstehung 1955 sind mittlerweile 70 Jahre vergangen, was den Film als frühes Beispiel eines japanischen Nachkriegsdramas erscheinen lässt, das sich der Liebesbeziehung seiner Figuren vor dem Hintergrund einer Zeit des Umbruchs widmet, ohne dabei auf einen versöhnlichen Ausgang zu setzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Hideko Takamine als Yukiko Koda
- Masayuki Mori als Kengo Tomioka
- Mariko Okada als Sei Mukai
- Isao Yamagata als Sugio Iba
- Chieko Nakakita als Kuniko Tomioka
- Daisuke Katō als Seikichi Mukai
- Noriko Sengoku
- Mayuri Mokushô
- Fuyuki Murakami
- Heihachirō Ōkawa
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Verfügbarkeit
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