Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin McDonagh |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-12-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 15.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 162.729.321 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (11.186 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mildred Hayes' Tochter wurde vor sieben Monaten vergewaltigt und ermordet; der Fall ist ungeklärt. Sie mietet drei verfallene Werbetafeln an einer wenig befahrenen Straße und lässt darauf in schwarzer Schrift auf rotem Grund drei Sätze anbringen, die den örtlichen Polizeichef beim Namen nennen.
Die Kleinstadt reagiert feindselig, weil Chief Willoughby beliebt ist und Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium hat. Sein Untergebener Dixon, gewalttätig und rassistisch, eskaliert die Lage. Der Film verweigert dabei jede saubere Aufteilung: Mildred begeht Brandstiftung, Dixon erfährt so etwas wie Wandlung, und der Mord bleibt ungeklärt.
Entstehungsgeschichte
Martin McDonagh, irischer Dramatiker und Regisseur von "Brügge sehen... und sterben?", entwickelte die Idee nach eigener Aussage aus einer echten Werbetafel, die er vor Jahrzehnten bei einer Busfahrt durch die amerikanischen Südstaaten gesehen hatte — ein wütender Vorwurf wegen eines ungeklärten Falls.
Er schrieb die Hauptrolle für Frances McDormand, die zunächst ablehnte, weil sie die Figur für zu jung hielt; McDonagh änderte die Konstellation, sodass Mildred die Mutter statt der Großmutter ist. Sam Rockwell und Woody Harrelson hatten bereits mit ihm gearbeitet.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Sylva, North Carolina, in rund dreiunddreißig Tagen. Der Ort Ebbing existiert nicht; die Werbetafeln wurden eigens aufgestellt.
McDonagh kommt vom Theater und arbeitet dialogzentriert; die Szenen sind lang und werden selten geschnitten. McDormand entwickelte Mildreds Erscheinung — Arbeitsoverall, Kopftuch, keine Kosmetik — als bewusste Rüstung. Carter Burwell komponierte die Musik im Stil von Western-Balladen, was die Stadt in eine Genretradition stellt, die der Film gleichzeitig unterläuft.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 160 Millionen Dollar ein und gewann zwei Oscars: Frances McDormand als beste Hauptdarstellerin und Sam Rockwell als bester Nebendarsteller.
Die Auszeichnung Rockwells löste die heftigste Debatte des Jahrgangs aus. Der Vorwurf lautete, der Film gewähre einem rassistischen Polizisten, der einen Schwarzen Mann gefoltert hat, eine Erlösung, ohne dass er sich dafür verantworten muss — und behandle Rassismus als Charakterfehler, der sich beheben lässt. McDonagh verwies darauf, dass Dixon am Ende weder rehabilitiert noch bestraft wird. Der Streit über diese Frage ist bis heute nicht beigelegt und wird regelmäßig als Beispiel dafür angeführt, wie unterschiedlich derselbe Film gelesen werden kann.
Bilder








Besetzung & Stab
- Frances McDormand als Mildred
- Woody Harrelson als Willoughby
- Sam Rockwell als Dixon
- Abbie Cornish als Anne
- Lucas Hedges als Robbie
- Željko Ivanek als Desk Sergeant
- Caleb Landry Jones als Red Welby
- Clarke Peters als Abercrombie
- Samara Weaving als Penelope
- John Hawkes als Charlie
Weitere Filme von Martin McDonagh
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.