The Browning Version (1951)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Anthony Asquith |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1951-04-06 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (107 Stimmen) |
Worum es geht
Andrew Crocker-Harris ist Lehrer an einer englischen Schule, gefürchtet und wenig geliebt von seinen Schülern, mit Distanz behandelt von den Kollegen. Auch privat trägt er eine Niederlage mit sich: Seine Ehe ist zerrüttet, seine Frau hat sich einem anderen Lehrer zugewandt. Gesundheitliche Gründe zwingen ihn, seinen Dienst zu quittieren, und in den letzten Tagen an der Schule stellt er sich der Bilanz seines Lebens als Lehrer und als Mensch. Ein Schüler, der seine stille Verzweiflung erahnt hat, schenkt ihm eine Übersetzung der Agamemnon-Tragödie des Aischylos von Robert Browning. Diese Geste gibt Crocker-Harris die Kraft, in einer Abschiedsrede offen einzugestehen, dass er dem eigenen Anspruch als Lehrer nicht gerecht geworden ist.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1951 unter der Regie von Anthony Asquith. In den Hauptrollen sind Michael Redgrave, Jean Kent, Nigel Patrick und Wilfrid Hyde-White zu sehen. Das Werk ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte spielt sich fast vollständig im geschlossenen Raum einer Schule ab und konzentriert sich auf einen einzigen Wendepunkt im Leben eines Mannes, der beruflich wie privat gescheitert ist. Dass ausgerechnet ein Schulbuch, eine literarische Übersetzung, zum Auslöser der emotionalen Öffnung wird, verweist auf die zentrale Rolle von Sprache und Bildung als das, was diesem Lehrer trotz allem geblieben ist. Die reine Drama-Einordnung ohne Nebengenre passt zu einem Stoff, der auf innere Vorgänge und ein Kammerspiel aus Scham, Enttäuschung und später Einsicht setzt statt auf äußere Handlung.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 Punkten bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film auf einem Niveau, das für ein wenig reißerisches, auf einen einzelnen Charakter zugeschnittenes Drama ungewöhnlich stabil ist. Seit der Entstehung 1951 sind mehr als siebzig Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit einordnet, in der das britische Charakterdrama mit literarischem Bezug eine eigene, ruhige Erzähltradition besaß. Innerhalb des Dramagenres steht er für jene Filme, die ihre Wirkung aus einer einzigen, spät einsetzenden Einsicht einer Figur ziehen statt aus einem verzweigten Plot.
Bilder








Besetzung & Stab
- Michael Redgrave als Andrew Crocker-Harris
- Jean Kent als Millie Crocker-Harris
- Nigel Patrick als Frank Hunter
- Wilfrid Hyde-White als Frobisher
- Bill Travers als Fletcher
- Ronald Howard als Gilbert
- Ivan Samson als Lord Baxter
- Judith Furse als Mrs. Williamson
- Josephine Middleton als Mrs. Frobisher
- Peter Jones als Carstairs
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Verfügbarkeit
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