Terra em Transe (1967)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Glauber Rocha |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1967-05-02 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (125 Stimmen) |
Worum es geht
In Eldorado, einem erfundenen Land Lateinamerikas, spitzt sich der Machtkampf um die politische Führung zu. Mitten in diesem gesellschaftlichen Aufruhr steht der desillusionierte Journalist Paulo Martins, der sich zwischen zwei korrupten Lagern wiederfindet: einem pseudopopulistischen Kandidaten und einem konservativen Gegenspieler. Paulo gerät zwischen den Wahnsinn der Eliten und die willfährige Unterordnung der Massen. In dieser aufgeladenen, tropisch grundierten Wirklichkeit ist nichts so, wie es zunächst erscheint – die Geschichte hält ihre eigentliche Auflösung bewusst zurück.
Entstehungsgeschichte
„Terra em Transe“ entstand 1967 unter der Regie von Glauber Rocha und ist als Spielfilm im Drama-Genre angelegt. Die Besetzung umfasst Jardel Filho als Paulo Martins sowie Paulo Autran, José Lewgoy und Glauce Rocha in den weiteren zentralen Rollen. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Schon die Ansiedlung der Handlung in einem fiktiven Staat statt in einem konkret benannten Land verweist auf einen Anspruch, der über die einzelne Wahl hinausgeht: Eldorado funktioniert als Modell, an dem sich politische Mechanismen exemplarisch zeigen lassen, ohne sich auf einen realen Schauplatz festzulegen. Dass sich der Protagonist als Journalist zwischen zwei politischen Polen bewegt, statt sich klar einer Seite zuzuordnen, macht ihn zur Beobachterfigur, durch die Widersprüche sichtbar werden, statt aufgelöst zu werden. Die Beschreibung der Realität als „komplex“ und „nicht das, was sie zu sein scheint“ deutet auf eine Erzählweise hin, die auf Eindeutigkeit verzichtet und stattdessen Ambivalenz zum Thema macht. Als reines Drama ohne Genre-Beimischung liegt der Fokus konsequent auf den inneren und politischen Konflikten der Figur, nicht auf äußerer Handlung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeigt sich ein Film, der bei den bislang Bewertenden auf spürbare Zustimmung trifft, ohne bereits ein breites Publikum erreicht zu haben. Seit dem Erscheinungsjahr 1967 sind inzwischen 58 Jahre vergangen, der Film steht also seit weit über einem halben Jahrhundert im Raum. Innerhalb des Dramas nimmt er durch seine politisch grundierte, auf eine fiktive Nation übertragene Konfliktanlage eine Stellung ein, die sich von individuell zugespitzten Beziehungsdramen deutlich unterscheidet.
Bilder



Besetzung & Stab
- Jardel Filho als Paulo Martins
- Paulo Autran als Porfírio Diaz
- José Lewgoy als Felipe Vieira
- Glauce Rocha als Sara
- Paulo Gracindo als Don Julio Fuentes
- Hugo Carvana als Álvaro
- Danuza Leão als Silvia
- Jofre Soares als Padre Gil
- Modesto de Souza als Senador
- Francisco Milani als Aldo
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Verfügbarkeit
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