Tausendschönchen (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Věra Chytilová |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 74 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-12-30 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 13.692 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (457 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei junge Frauen liegen im Bikini in der Sonne und kommen zu einem Schluss: Wenn auf dieser Welt ohnehin alles verdorben ist, dann wollen sie es auch sein. Mit diesem Gedanken setzt sich der Film in Gang.
Was folgt, ist keine fortlaufende Handlung, sondern eine Reihe lose verbundener Szenen, in denen die beiden ihr Spiel mit der Bosheit treiben. Sie lassen sich von älteren Männern zum Essen einladen und führen sie hinters Licht. Sie beschreiben und bemalen die Wände ihrer Wohnung. In einem Kabarett legen sie einen improvisierten Tanz hin, der die laufende Nummer auf der Bühne sabotiert. Und sie verschlingen und zerpflücken die Speisen eines Festessens, das für ganz andere Gäste gedeckt wurde.
Entstehungsgeschichte
Tausendschönchen ist ein Spielfilm aus dem Jahr 1966 unter der Regie von Věra Chytilová. Die Besetzung umfasst Jitka Cerhová, Ivana Karbanová, Helena Anýžová und Julius Albert.
Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben. Im Vordergrund stehen vor allem Unfug, Provokation und Zerstörungslust, keine Gewalt gegen Menschen.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Komödie und Drama. Das Besondere liegt aber weniger in dieser Kombination als in der Form. Er bricht mit jeder linearen Erzählweise und arbeitet sowohl visuell als auch akustisch mit Collagetechnik.
Diese Anlage hat Folgen für das Seherlebnis. Statt einer Geschichte mit Anfang, Wendepunkt und Auflösung gibt es eine Abfolge von Aktionen, die sich wie Variationen eines einzigen Gedankens lesen. Die beiden Hauptfiguren sind weniger psychologisch ausgearbeitete Charaktere als Trägerinnen einer Haltung. Die Motive von Essen, Verschwendung und mutwilliger Zerstörung ziehen sich durch die Szenen und machen den Film zu einem Kommentar über Konsum und Anstand.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten wird der Film gut bewertet. Die Stimmenzahl liegt im mittleren dreistelligen Bereich.
Sechzig Jahre nach dem Erscheinen bleibt Tausendschönchen ein Beispiel dafür, wie radikal Form und Inhalt auseinandertreten können. Im Umfeld von Komödie und Drama nimmt er eine Außenseiterstellung ein, weil er klassische Erzählregeln bewusst verwirft.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jitka Cerhová als Marie I
- Ivana Karbanová als Marie II
- Helena Anýžová als Woman in toilet
- Julius Albert als Elderly Gentleman
- Jan Klusák als Young Gentleman
- Jiřina Myšková
- Oldřich Hora
- Marcela Březinová als Toilet Keeper
- Václav Chochola
- Jaromír Vomáčka
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Verfügbarkeit
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