Tangerines (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | ზაზა ურუშაძე |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 87 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-10-17 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (621 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1992, inmitten des wachsenden Konflikts zwischen georgischen und abchasischen Separatisten: Zwei estnische Einwanderer, die Bauern Ivo und Margus, bleiben in Georgien, obwohl ringsum der Krieg droht. Der Grund ist denkbar unspektakulär — die Mandarinen müssen noch geerntet werden. Für die Zeit danach hat Margus bereits einen Entschluss gefasst: Sobald die Ernte eingebracht ist, will er das ansonsten ausgestorbene Dorf verlassen.
Dann steht der Krieg förmlich vor der Tür. Ivo sieht sich gezwungen, zwei verwundete Soldaten bei sich aufzunehmen. Die beiden stehen auf gegnerischen Seiten und drohen einander damit, sich umzubringen, sobald ihre Verletzungen verheilt sind. Ausgerechnet die Zeit, die das Heilen braucht, entfaltet dabei eine eigene Wirkung.
Entstehungsgeschichte
Regie bei diesem Spielfilm aus dem Jahr 2013 führte ზაზა ურუშაძე. Lembit Ulfsak spielt Ivo, Elmo Nüganen den Nachbarn Margus, und die beiden verwundeten Soldaten verkörpern Giorgi Nakashidze und Mikhail Meskhi. Die Besetzung bleibt damit auf wenige Figuren beschränkt, was zur Anlage der Geschichte passt: ein Haus, ein leeres Dorf, eine Handvoll Menschen.
Hinter den Kulissen
Die Zuordnung zu Drama und Kriegsfilm beschreibt die Bauweise recht genau. Der Krieg liefert die Umstände, erzählt wird aber entlang derer, die in ihm feststecken. Zu den harten Elementen — Waffe, Schusswunde, Kopfverletzung, Hausbrand — kommen Tonband und Foto, also Gegenstände, die von einem Leben außerhalb des Kriegs sprechen. Diese Mischung deutet an, dass Gewalt hier weniger als Schauwert auftritt denn als Bedingung, unter der zwei Feinde miteinander auskommen müssen.
Die Konstruktion arbeitet mit Enge: ein abgeschiedener Ort, zwei Gegner unter einem Dach. Wer nicht gehen kann, muss reden.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,7 von 10 liegt die Durchschnittsbewertung deutlich im oberen Bereich, getragen allerdings von einer noch schmalen Bewertungsbasis, wie sie für Produktionen abseits der großen Verleihwege üblich ist. Wer den Film heute ansieht, blickt 13 Jahre zurück.
Innerhalb des Kriegsfilms steht der Titel damit auf der Seite jener Arbeiten, die den Konflikt auf einen einzigen Schauplatz herunterbrechen, statt ihn zu überblicken. Eine Form, die wenig von Tagesaktualität abhängt und deshalb auch nach 13 Jahren zugänglich bleibt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Lembit Ulfsak als Ivo
- Giorgi Nakashidze als Ahmed
- Elmo Nüganen als Margus
- Misha Meskhi als Nika
- Raivo Trass als Juhan
- Zura Begalishvili als Aslan
- Dato Khakhidze als Aslan's Soldier
- Jano Izoria als Aslan's Soldier
- Gia Gogishvili als Aslan's Soldier
- Vamekh Jangidze als Aslan's Soldier
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Verfügbarkeit
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