Tagebuch einer Verlorenen (1929)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | G.W. Pabst |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1929-09-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (125 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Eine junge Frau gerät durch die Umstände ihres Lebens in eine Abwärtsspirale, die sie aus geordneten Verhältnissen in gesellschaftliche Ausgrenzung führt. Die Geschichte begleitet ihren Weg durch verschiedene Stationen, in denen sie mit Moralvorstellungen, Kontrolle und Enttäuschung konfrontiert wird. Der Film erzählt dies als Stationendrama, das den Blick weniger auf spektakuläre Wendungen als auf den langsamen Verlust von Handlungsspielraum legt. Wie die Geschichte für die Protagonistin ausgeht, bleibt hier unerwähnt.
Entstehungsgeschichte
"Tagebuch einer Verlorenen" entstand 1929 unter der Regie von G.W. Pabst und ist als Spielfilm mit einer Freigabe ab 12 Jahren eingestuft. In den Hauptrollen sind Louise Brooks, André Roanne, Josef Rovenský und Fritz Rasp zu sehen. Der Film ist im Genre Drama verzeichnet.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama passt zu einer Handlung, die auf innere Zustände, gesellschaftlichen Druck und moralische Zwänge fokussiert ist, statt auf äußere Ereignisketten. Die Besetzung mit Louise Brooks in der zentralen Rolle und einem Ensemble männlicher Figuren um sie herum deutet auf eine Erzählstruktur hin, in der die Protagonistin von verschiedenen Autoritätsfiguren umgeben ist, die jeweils unterschiedliche Formen von Kontrolle oder Verführung ausüben. Die Anlage der Geschichte als Stationenweg einer jungen Frau durch verschiedene Milieus lässt vermuten, dass der Film gesellschaftliche Mechanismen von Ausschluss und Doppelmoral thematisiert, ohne dass dafür weitere Hintergründe zur Produktion nötig wären.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,3 von 10 bei einer noch schmalen Bewertungsbasis zeigt sich, dass der Film bei denen, die ihn bewertet haben, überwiegend positiv aufgenommen wird, wenngleich die Zahl der Stimmen für eine breite Aussage über seine Wirkung zu gering ist. Zwischen der Entstehung 1929 und heute liegen deutlich mehr als neunzig Jahre, was den Film innerhalb des Dramengenres zu einem sehr frühen Beispiel macht, dessen Erzählweise sich von späteren Konventionen des Genres unterscheidet. Innerhalb des Dramas nimmt er durch seine konsequente Fokussierung auf eine weibliche Hauptfigur und deren gesellschaftliche Stellung eine eigene Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Louise Brooks als Thymian Henning
- André Roanne als Count Nicolas Osdorff
- Josef Rovenský als Karl Friedrich Henning
- Fritz Rasp als Meinert
- Vera Pawlowa als Aunt Frida
- Franziska Kinz als Meta Koch Henning
- Arnold Korff als Elder Count Osdorff
- Andrews Engelmann als The Reformatory's Dean
- Valeska Gert als The Reformatory Dean's Wife
- Edith Meinhard als Erika
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Verfügbarkeit
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