Tagebuch einer Kammerzofe (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Benoît Jacquot |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-04-01 |
| TMDB-Bewertung | 5,2 (173 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Frankreich, um 1930: Célestine tritt eine Stelle als Kammerzofe in einem großbürgerlichen Haushalt in der Normandie an. Ihre Arbeitgeber sind ein Hausherr mit unverhohlenem Begehren für sie und dessen misstrauische, eifersüchtige Ehefrau. Célestine ist selbstbewusst und klug genug, um die Doppelmoral dieser Welt zu durchschauen, und doch will sie in genau diese Gesellschaftsschicht aufsteigen. Als abschreckendes Beispiel dient ihr die Köchin Marianne, deren Verzweiflung über eine uneheliche Schwangerschaft in einer Tragödie endete und die sich nun erneut in derselben Lage wiederfindet. Mehr noch als ihre Herrschaft beschäftigt Célestine der Hausdiener Joseph, ein Mann mit einer dunklen politischen Gesinnung, der ihr einen Weg in eine ganz andere Art von Abhängigkeit anbietet. Wie sich Célestine zwischen diesen Angeboten und Zwängen entscheidet, bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
Benoît Jacquot inszenierte das Drama im Jahr 2015. In den Hauptrollen sind Léa Seydoux als Célestine sowie Vincent Lindon, Clotilde Mollet und Hervé Pierre zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte spielt in einem klar umrissenen Milieu: großbürgerliche Fassade, dahinter Ausbeutung, Verlogenheit und Machtmissbrauch. Dass die Handlung ausschließlich aus der Perspektive der Dienstboten erzählt wird, macht Célestines Blick von unten nach oben zum eigentlichen Motor der Geschichte. Die Konfrontation mit Mariannes Schicksal und mit Josephs Hetze zeigt, wie eng persönliche Überlebensstrategien und gesellschaftliche Abgründe hier verknüpft sind. Das Drama bleibt dabei auf ein einziges Genre konzentriert, ohne komödiantische oder thrillerhafte Auflockerung, was die Schwere der geschilderten Verhältnisse unterstreicht.
Einordnung & Wirkung
Mit einem Schnitt von 5,2 von 10 Punkten bei einer eher schmalen Bewertungsbasis von rund 172 Stimmen bewegt sich der Film im unteren Mittelfeld der Publikumsgunst. Seit dem Erscheinungsjahr 2015 sind mittlerweile zehn Jahre vergangen, ohne dass sich an dieser verhaltenen Resonanz erkennbar etwas geändert hätte. Innerhalb des Dramengenres reiht sich der Film in eine Tradition gesellschaftskritischer Milieustudien ein, deren Wirkung hier offenbar nicht bei einer breiten Mehrheit verfangen hat.
Bilder







Besetzung & Stab
- Léa Seydoux als Célestine
- Vincent Lindon als Joseph
- Clotilde Mollet als Madame Lanlaire
- Hervé Pierre als Monsieur Lanlaire
- Mélodie Valemberg als Marianne
- Patrick d'Assumçao als Le capitaine
- Vincent Lacoste als Georges
- Joséphine Derenne als La grand-mère de Georges
- Dominique Reymond als La placeuse
- Rosette als Rose
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Verfügbarkeit
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