Systemsprenger (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Nora Fingscheidt |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-09-19 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (399 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Benni ist neun Jahre alt. Von ihrer Mutter vernachlässigt, ist sie seit frühester Kindheit in einer Gewalt gefangen, die sie selbst nicht mehr bändigen kann. Die Sozialbehörden haben sich ihrer angenommen, doch das Mädchen sehnt sich eigentlich nur nach einem: Schutz und der mütterlichen Liebe, die ihr so sehr fehlt.
Von einer Einrichtung wechselt Benni in die nächste. Ihre Sozialarbeiterin und Micha, ein Erzieher, setzen alles daran, ihre Wunden zu lindern und ihr zu helfen, einen Platz in der Welt zu finden. Ob das gelingen kann, bleibt an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Nora Fingscheidt bei diesem Drama aus dem Jahr 2019. Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide und Lisa Hagmeister bilden die Besetzung. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama angelegt, verzichtet der Film auf jede genrehafte Ablenkung und konzentriert sich ganz auf ein Kind und die Menschen, die mit ihm arbeiten. Die Motive, um die er kreist, sind ein Problemkind, der Sozialdienst, die Bewältigung von Wut und der Kinderschutz. Damit ist ein Feld umrissen, das sonst eher in Fachdebatten als im Kino verhandelt wird.
Die Anlage der Geschichte ist von einer schmerzhaften Spannung geprägt. Benni ist zugleich diejenige, von der Gewalt ausgeht, und diejenige, die am dringendsten Schutz braucht. Der Film zeigt kein System, das versagt, weil ihm der Wille fehlt, sondern Helfer, die alles versuchen. Genau daraus entsteht die Wucht: Wenn Einsatz allein nicht reicht, stellt sich die Frage, was ein Kind wie Benni eigentlich braucht. Der ständige Wechsel zwischen Unterkünften wird dabei zum Bild für Bennis Heimatlosigkeit.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 erreicht das Drama eine hohe Durchschnittsbewertung, getragen von einigen hundert Stimmen. Das spricht für eine deutliche Wertschätzung beim Publikum. Seit dem Erscheinen sind sieben Jahre vergangen. Innerhalb des Sozialdramas gehört der Film zu jenen Werken, die sich einem schwierigen, gesellschaftlich wichtigen Thema ohne Beschönigung nähern und dabei den Blick fest auf das betroffene Kind richten. Der Stoff verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie aber mit einem genauen Blick auf eine Lebensrealität, die im Alltag oft unsichtbar bleibt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Helena Zengel als Benni
- Albrecht Schuch als Michael Heller
- Gabriela Maria Schmeide als Frau Bafané
- Lisa Hagmeister als Mutter
- Maryam Zaree als Elli Heller
- Melanie Straub als Dr. Schönemann
- Matthias Brenner als Erzieher Wolfgang
- Teddy Teclebrhan als Erzieher Robert
- Gisa Flake als Lehrerin
- Axel Werner als Bauer Bockelmann
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Verfügbarkeit
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