Stupeur et tremblements (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alain Corneau |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-03-12 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (140 Stimmen) |
Worum es geht
Amélie ist als Belgierin in Japan aufgewachsen und kehrt als junge Frau dorthin zurück, fest entschlossen, sich innerhalb eines Jahres als „echte Japanerin“ zu beweisen. Ihre Chance bekommt sie als Übersetzerin in einer Import-Export-Firma. Doch gerade ihr Ehrgeiz und ihre Zielstrebigkeit stehen den japanischen Vorstellungen von Zurückhaltung und Demut entgegen. Schritt für Schritt wird sie innerhalb der Firmenhierarchie herabgestuft, während ihre direkte Vorgesetzte, die sie im Stillen bewundert, sie mit spürbarer Genugtuung erniedrigt. Wie Amélie am Ende dieses Machtgefälles mit sich selbst ins Reine kommt, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
Der Film aus dem Jahr 2003 stammt von Regisseur Alain Corneau und verbindet Komödie und Drama. In den Hauptrollen sind Sylvie Testud, 辻香織, Bison Katayama und Tarō Suwa zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Komödie und Drama passt zu einem Stoff, der von Widersprüchen lebt: Eine westlich sozialisierte Hauptfigur trifft auf ein Wertesystem, das Unterordnung als Tugend begreift, während ihr eigener Ehrgeiz sie immer tiefer in die Demütigung treibt. Die Besetzung mit japanischen wie einer westlichen Darstellerin spiegelt genau diesen Kulturkonflikt auf personeller Ebene. Dass die Geschichte konsequent aus Amélies Perspektive der schrittweisen Degradierung erzählt wird, macht sie zu einer Studie über Anpassung, Machtgefälle und die Frage, wie viel Selbstverleugnung Zugehörigkeit kostet. Ein Nebeneinander von Situationskomik und ernster Auseinandersetzung mit Hierarchie und Demütigung prägt die Anlage der Handlung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis reiht sich der Film in ein solides, aber kein herausragend bewertetes Mittelfeld ein. Über zwanzig Jahre nach seiner Entstehung bleibt er ein Beispiel dafür, wie Tragikomik genutzt werden kann, um kulturelle Differenzen und Arbeitswelten mit strengen hierarchischen Regeln zu beleuchten, ohne dabei auf plakative Zuspitzungen zurückzugreifen. Innerhalb der Kombination aus Komödie und Drama nimmt er eine Position ein, die eher auf leise Beobachtung als auf große Gesten setzt.
Bilder



Besetzung & Stab
- Sylvie Testud als Amélie
- Kaori Tsuji als Fubuki
- Bison Katayama als Monsieur Omochi
- Tarō Suwa als Monsieur Saito
- Yasunari Kondo als Monsieur Tenshi
- Sokyu Fujita als Monsieur Haneda
- Gen Shimaoka als Monsieur Unaji
- Heileigh Gomes als Amélie enfant
- Eri Sakai als Fubuki enfant
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Verfügbarkeit
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