Sommerblüten (1958)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Yasujirō Ozu |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1958-09-07 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (168 Stimmen) |
Worum es geht
Hirayama Wataru gilt als angesehener Firmenchef, an den sich Freunde und Bekannte mit den heikelsten privaten Anliegen wenden. Er berät, vermittelt, ordnet – und genießt den Ruf eines Mannes mit Überblick. Umso überraschter ist er, als der junge Taniguchi Masahiko bei ihm vorspricht, um um die Hand seiner Tochter Setsuko anzuhalten. Wataru, der von den eigenen Gefühlen und Plänen seiner Tochter kaum etwas weiß, reagiert misstrauisch und stellt sich der Verbindung entgegen. Seine Haltung trifft nicht nur Setsuko, sondern auch seine Frau Kiyoko, die zwischen den Fronten steht und über die Sturheit ihres Mannes zunehmend verzweifelt.
Entstehungsgeschichte
„Sommerblüten“ entstand 1958 unter der Regie von Yasujirō Ozu. In den Hauptrollen sind 佐分利信, Kinuyo Tanaka, 有馬稲子 und 久我美子 zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama passt zu einem Stoff, der aus einem familiären Konflikt private Komik zieht, ohne den ernsten Kern zu verdecken: den Widerspruch zwischen dem öffentlichen Bild eines Mannes als weiser Ratgeber und seiner Unfähigkeit, die eigene Tochter zu verstehen. Die Anlage der Geschichte funktioniert über dieses Ungleichgewicht – Wataru löst fremde Probleme mühelos, während er im eigenen Haushalt blind bleibt. Die weibliche Besetzung um Tanaka, Arima und Kuga deutet darauf hin, dass die Perspektiven von Ehefrau und Tochter im Film Gewicht erhalten und dem Standpunkt des Vaters etwas entgegensetzen. Damit erzählt der Film weniger ein Liebesdrama als ein Kammerspiel über Autorität, Generationen und die Grenzen väterlicher Fürsorge.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Titel im soliden, aber nicht überwältigend breiten Meinungsbild. Seit der Entstehung 1958 sind mittlerweile viele Jahrzehnte vergangen, was den Blick auf familiäre Rollenbilder und Heiratsfragen zusätzlich in eine historische Perspektive rückt. Innerhalb der Kombination aus Komödie und Drama steht der Film für eine ruhige, dialoggetriebene Erzählweise, die auf große Gesten verzichtet und ihre Wirkung aus der Beobachtung alltäglicher Spannungen zieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Shin Saburi als Wataru Hirayama
- Kinuyo Tanaka als Kiyoko Hirayama
- Ineko Arima als Setsuko Hirayama
- Yoshiko Kuga als Fumiko Mikami
- Keiji Sada als Masahiko Taniguchi
- Teiji Takahashi als Shotaru Kondo
- Miyuki Kuwano als Hisako Hirayama
- Chishū Ryū als Shukichi Mikami
- Chieko Naniwa als Hatsu Sasaki
- Fujiko Yamamoto als Yukiko Sasaki
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Verfügbarkeit
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