Slacker (1990)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Richard Linklater |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 97 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1990-07-27 |
| Budget | 23.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.228.108 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (351 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Austin in Texas erscheint hier als eine Art Paradies für junge Menschen ohne großen Ehrgeiz. Die Bandbreite reicht von begeistert Exzentrischen bis zu gefährlich Gleichgültigen. Wer mit Würde faul ist, kann Verantwortung meiden und sich stattdessen ganz seinen abseitigen Leidenschaften widmen.
Die Stadt ist bevölkert von Figuren, die diese Haltung verkörpern. Ein Hobbyphilosoph auf dem Rücksitz breitet vor einem scheinbar völlig teilnahmslosen Taxifahrer leidenschaftlich seine Theorien über Träume aus. Eine junge Frau versucht, jedem, der zuhört, einen Abstrich von Madonna zu verkaufen. Und ein freundlicher alter Anarchist sucht nach neuen Mitstreitern. Im Vordergrund stehen die Figuren und ihre Eigenheiten.
Entstehungsgeschichte
Richard Linklater inszenierte den Film, der 1990 erschien, und gehört zugleich selbst zur Besetzung. Neben ihm treten Rudy Basquez, Jean Caffeine und Jan Hockey auf. Dass der Regisseur vor der Kamera steht, passt zum Charakter eines Films, der sich ganz auf seine Stadt und ihre Bewohner konzentriert.
Hinter den Kulissen
Drama und Komödie verbinden sich hier auf eigentümliche Weise. Die Figuren sind skurril genug, um zu amüsieren, doch hinter der Exzentrik steht die ernstere Frage, was eine Generation antreibt, die sich den üblichen Erwartungen verweigert. Der Humor entsteht aus dem Abstand zwischen der Leidenschaft, mit der die Figuren ihre Obsessionen verfolgen, und deren offensichtlicher Belanglosigkeit.
Die Anlage setzt auf ein Ensemble statt auf eine Hauptfigur. Der Philosoph, die Verkäuferin mit dem Madonna-Abstrich und der Anarchist stehen beispielhaft für eine ganze Reihe von Typen. Damit wird Austin selbst zum eigentlichen Mittelpunkt. Die Erzählform lebt vom Nebeneinander und von Gesprächen, nicht von Spannungsbögen oder Wendepunkten.
Einordnung & Wirkung
Eine Bewertung von 6,7 von 10 bei wenigen hundert Stimmen zeigt ein wohlwollendes, aber kein euphorisches Publikum. Für einen Film, der eher Figuren als Ereignisse in den Mittelpunkt rückt, ist das ein beachtliches Ergebnis.
36 Jahre nach seinem Erscheinen steht der Film für eine Form des Erzählens, die sich dem Porträt eines Lebensgefühls verschreibt. Im Feld der Komödien und Dramen nimmt er eine Sonderstellung ein, weil er Müßiggang nicht verurteilt, sondern beobachtet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Richard Linklater als Should Have Stayed at Bus Station
- Rudy Basquez als Taxi Driver
- Jean Caffeine als Roadkill
- Jan Hockey als Jogger
- Stephan Hockey als Running Late
- Mark James als Hit-and-Run Son
- Samuel Dietert als Grocery Grabber of Death's Bounty
- Bob Boyd als Officer Bozzio
- Terrence Kirk als Officer Love
- Keith McCormack als Street Musician
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Verfügbarkeit
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