Palazzina LAF (2023)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michele Riondino |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2023-10-21 |
| Einspielergebnis | 840.078 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (182 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Taranto, geprägt von den Ilva-Stahlwerken: Caterino Lamanna will Anna heiraten, die aus ihrem heruntergekommenen Bauernhof endlich in die Stadt ziehen möchte. Um das zu ermöglichen, lässt sich Caterino von seinen Vorgesetzten einspannen. Er soll Kollegen bespitzeln und Namen liefern, die dem Unternehmen unbequem geworden sind. In seiner Naivität bittet er sogar selbst um Versetzung in die Palazzina Laf, benannt nach dem Kaltwalzwerk, in das die unliebsamsten Arbeiter der Ilva abgeschoben werden. Erst dort, an einem Ort, der einer Fabrik kaum noch ähnelt, beginnt Caterino zu begreifen, worauf er sich eingelassen hat.
Entstehungsgeschichte
"Palazzina LAF" entstand 2023 unter der Regie von Michele Riondino, der zugleich die Hauptrolle des Caterino übernimmt. Neben ihm stehen Elio Germano, Vanessa Scalera und Anna Ferruzzo vor der Kamera. Der Film erzählt eine wahre Geschichte aus dem Umfeld der Ilva-Werke in Taranto und ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Dass Riondino Regie führt und zugleich die zentrale Figur spielt, verweist auf ein persönliches Verhältnis zum Stoff und zur Region, in der die Handlung verortet ist. Die Genrebezeichnung Drama trifft die Anlage der Geschichte präzise: Es geht nicht um äußere Spannung, sondern um die schleichende moralische Erosion eines Mannes, der aus Liebe und wirtschaftlicher Not zum Werkzeug seiner Vorgesetzten wird. Die reale Grundlage der Handlung – ein tatsächlich existierendes Straflager innerhalb eines Industriebetriebs – gibt der Geschichte ein dokumentarisches Gewicht, ohne dass der Film seine erzählerische Form aufgeben müsste. Die Figurenkonstellation, mit Anna als Gegenpol zur Arbeitswelt, deutet an, dass private und gesellschaftliche Ebene eng miteinander verwoben sind.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl zeichnet sich ein solides, aber kein überschwängliches Echo ab. Seit dem Erscheinungsjahr 2023 sind erst wenige Jahre vergangen, sodass sich eine breitere Einordnung noch nicht abschätzen lässt. Innerhalb des Dramengenres reiht sich der Film in jene Werke ein, die reale Arbeitswelten und deren Machtstrukturen literarisch verdichten, ohne sich in reiner Anklage zu erschöpfen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Michele Riondino als Caterino Lamanna
- Elio Germano als Giancarlo Basile
- Vanessa Scalera als Tiziana Lagioia
- Anna Ferruzzo als Pubblico Ministero
- Domenico Fortunato als Angelo Caramia
- Giovanni D'Addario als Franco Orlando
- Michele Sinisi als Aldo Romanazzi
- Fulvio Pepe als Renato Morra
- Marina Limosani als Rosalba Liaci
- Eva Cela als Anna
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