Olfas Töchter (2023)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Kaouther Ben Hania |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Drama |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2023-07-05 |
| Einspielergebnis | 861.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (113 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Olfa lebt mit ihren vier Töchtern in Tunesien, ihr Alltag ist geprägt von Nähe und Spannung zugleich. Als die beiden ältesten Töchter eines Tages verschwinden, bricht für Olfa eine Welt zusammen. Die Nachricht, dass sie an den sogenannten Islamischen Staat verloren sind, stürzt sie in Trauer und Schuldgefühle. Mit den beiden jüngeren Töchtern bleibt sie zurück und muss einen Weg finden, mit dem Verlust zu leben. Der Konflikt, der die Familie durchzieht, reicht über Generationen und berührt Fragen von Tradition, Rebellion und Zusammenhalt. Um die Abwesenheit der verschwundenen Töchter im Erzählen greifbar zu machen, lässt die Regisseurin professionelle Schauspielerinnen Teile der Geschichte nachstellen, sodass sich reale und dargestellte Familienmitglieder begegnen.
Entstehungsgeschichte
Kaouther Ben Hania hat diesen Dokumentarfilm mit Drama-Elementen 2023 realisiert. Vor der Kamera stehen Olfa Hamrouni selbst sowie Eya Chikahoui, Tayssir Chikhaoui und Nour Karoui, die gemeinsam die Familiengeschichte tragen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Dokumentarfilm und Drama ist hier kein formales Beiwerk, sondern Teil der Erzählweise selbst: Weil zwei Töchter fehlen, wird ihre Leerstelle durch Schauspielerinnen gefüllt, die stellvertretend spielen, was nicht mehr direkt gezeigt werden kann. Diese Anlage macht aus einem persönlichen Familienschicksal zugleich eine Reflexion darüber, wie sich Erinnerung, Schuld und Trauer überhaupt darstellen lassen. Schlagworte wie Hoffnung, Rebellion, Tradition und Gewalt zeigen, dass es nicht nur um ein Einzelschicksal geht, sondern um Spannungen, die eine ganze Gesellschaft betreffen. Die Besetzung mit echten Betroffenen neben Schauspielerinnen verwischt bewusst die Grenze zwischen Nacherzählung und gelebter Erfahrung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,4 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber noch nicht breit abgesichertes Bild ab. Seit der Veröffentlichung 2023 sind erst wenige Jahre vergangen, sodass sich eine langfristige Einordnung noch nicht ziehen lässt. Innerhalb des Dokumentarfilms nimmt der Titel durch seine hybride Erzählform, die reale Personen und nachgestellte Szenen verbindet, eine eigene Position ein, die sich von rein beobachtenden Ansätzen des Genres unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Olfa Hamrouni als Self
- Eya Chikhaoui als Self
- Tayssir Chikhaoui als Self
- Nour Karoui als Rahma Chikhaoui
- Ichraq Matar als Ghofrane Chikaoui
- Majd Mastoura als The Man
- Hend Sabry als Olfa
- Zine El-Abidine Ben Ali als Self
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Verfügbarkeit
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