Mimi, in seiner Ehre gekränkt (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lina Wertmüller |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-02-19 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (123 Stimmen) |
Worum es geht
Mimi arbeitet als Hafenarbeiter auf Sizilien, bis er bei einer vermeintlich geheimen Wahl gegen den Kandidaten der Mafia stimmt und daraufhin seinen Job verliert. Er verlässt seine Frau und zieht nach Turin, wo er Fiore kennenlernt, eine Straßenhändlerin mit kommunistischer Überzeugung. Aus der Beziehung wird eine Wohngemeinschaft, ein Kind kommt hinzu. Mimi schlägt sich mit nicht gewerkschaftlich organisierten Jobs durch und gerät erneut mit der Mafia in Kontakt, diesmal in wohlwollender Absicht: Man bietet ihm eine Aufseherstelle in Sizilien an. Dafür muss er Fiore und das Kind geheim halten, was diese nur unter einer Bedingung akzeptiert. Als Mimi diese Bedingung bricht und Konsequenzen daraus erwachsen, verweben sich sein persönlicher Ehrbegriff und die Strukturen der Mafia auf eine Weise, die sich nicht mehr entwirren lässt.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1972 und wurde von Lina Wertmüller inszeniert. In den Hauptrollen sind Giancarlo Giannini, Mariangela Melato, Agostina Belli und Livia Giampalmo zu sehen. Es handelt sich um eine Komödie, freigegeben ab 16 Jahren. Von dem Film existieren drei unterschiedlich lange Fassungen: eine italienische mit 121 Minuten, eine deutsche mit 112 Minuten und eine US-amerikanische mit 108 Minuten.
Hinter den Kulissen
Dass ein Stoff um Mafia, Verrat und Ehrverlust als Komödie erzählt wird, verschiebt den Blick auf das Thema: Wo ein Drama auf Eskalation zusteuern würde, entsteht hier eine bittere Situationskomik aus Doppelleben, Heimlichkeiten und männlicher Kränkung. Die Figurenkonstellation aus Ehefrau, Geliebter und Mafia-Netzwerk legt eine Geschichte an, in der private und politische Verstrickung kaum zu trennen sind. Die drei Schnittfassungen für unterschiedliche Länder deuten darauf hin, dass der Film in verschiedenen Märkten in unterschiedlichem Tempo erzählt wurde.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis steht der Film über dem Mittelmaß, ohne dass sich daraus eine breite Popularität ablesen ließe. Seit der Entstehung 1972 sind über fünfzig Jahre vergangen, was den Film als frühes Beispiel einer politisch grundierten Komödie über sizilianische Verhältnisse und Mafia-Strukturen kennzeichnet, eine Kombination, die innerhalb der Genrekomödie eher selten bleibt.
Bilder



Besetzung & Stab
- Giancarlo Giannini als Carmelo Mardocheo / Mimí
- Mariangela Melato als Fiorella Meneghini
- Agostina Belli als Rosalia Capuzzo
- Livia Giampalmo als Violetta, bancarellaia
- Luigi Diberti als Pippino
- Turi Ferro als Don Calogero / Vico Tricarico / Salvatore Tricarico
- Elena Fiore als Amalia Finocchiaro
- Tuccio Musumeci als Pasquale
- Ignazio Pappalardo als Massaro 'Ntoni
- Gianfranco Barra als Brigadiere Amilcare Finocchiaro
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Verfügbarkeit
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