Midori (1992)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | 原田浩 |
|---|---|
| Genre | Animation, Drama, Horror |
| Laufzeit | 49 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1992-05-02 |
| TMDB-Bewertung | 6 (175 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach dem Tod ihrer Eltern bleibt Midori allein zurück und findet Unterschlupf bei einem Wanderzirkus. Dort erwartet sie kein neues Zuhause, sondern ein Leben als Schutzlose unter den anderen Mitgliedern der Truppe. Sie muss die harte Arbeit für alle verrichten, wird von den Freaks der Show belästigt und misshandelt. Mit dem Auftauchen des Zauberers Masanitsu verändert sich die Lage: Er bringt dem Zirkus finanziellen Erfolg und damit wachsenden Einfluss, nimmt sich Midoris an und behandelt sie mit einer Freundlichkeit, die ihr sonst niemand entgegenbringt. Doch seine Zuwendung weckt Neid und Eifersucht unter den übrigen Zirkusleuten, und Midoris Lage bleibt prekär.
Entstehungsgeschichte
"Midori" entstand 1992 unter der Regie von 原田浩 als animierter Film. Zur Besetzung der japanischsprachigen Fassung gehören Minako Naka, Norihiko Morishita, Keinosuke Okamoto und 林和義.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Animation, Drama und Horror macht deutlich, dass hier kein kindgerechtes Zirkusmärchen erzählt wird, sondern ein Stoff, der Gewalt, Ausbeutung und Erniedrigung offen zum Thema macht und dabei bewusst auf die Verfremdung des Animationsmediums setzt. Die Anlage der Geschichte um ein wehrloses Mädchen, das zwischen Missbrauch und einer zweifelhaften Rettung durch eine Machtfigur steht, verweigert sich einer einfachen Erlösungserzählung. Dass ausgerechnet der Zirkus als Schauplatz dient, ein Ort, der normalerweise für Schaulust und Unterhaltung steht, verstärkt den Kontrast zu dem, was den Figuren dort tatsächlich widerfährt. Die Eifersucht der Zirkusgemeinschaft auf Masanitsus Zuwendung zu Midori zeigt zudem, wie sehr das soziale Gefüge der Truppe von Machtverschiebungen und persönlicher Gunst abhängt statt von Fürsorge.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich "Midori" im mittleren Bereich, was angesichts des unbequemen Stoffs kaum überrascht. Seit der Entstehung 1992 sind mehr als drei Jahrzehnte vergangen, in denen sich der Titel nur ein kleines, aber offenbar beständiges Publikum erschlossen hat. Innerhalb des Animationsgenres steht er mit seiner Verbindung von Drama und Horror für eine Ausrichtung, die sich klar an ein erwachsenes Publikum richtet und sich von gefälligeren Vertretern des Mediums deutlich abhebt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Minako Naka als Midori (voice)
- Norihiko Morishita als Wandâ Masamitsu (voice)
- Keinosuke Okamoto als Koijirô Arashi (voice)
- Kazuyoshi Hayashi als Akaza (voice)
- Yoshihiko Matsui
- Yoshifumi Nomura als Muchisute (voice)
- Sanae Katô als Benietsu (voice)
- Yumiko Takagi als Kanabun (voice)
- Akiko Tanaka als Midori's Mother (voice)
- Kôji Imoto als Hiroshi Inagaki (voice)
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Verfügbarkeit
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