Mein Sommer mit Sergej (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alexey Popogrebsky |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 124 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-04-01 |
| Budget | 2.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 622.644 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (134 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei Männer, eine Wetterstation, sonst nichts als Eis und Weite: Sergej und Pawel sind die einzigen Bewohner einer arktischen Forschungsstation. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, doch die Abgeschiedenheit zwingt sie in eine Art distanzierte Zweckgemeinschaft. Beide leben auf den Moment hin, an dem ein Schiff sie abholen soll – für Sergej ist das der Tag, an dem er endlich wieder zu seiner Familie zurückkehren kann. Als Sergej einmal nicht da ist, nimmt Pawel einen Funkspruch für ihn entgegen, der alles verändert. Von diesem Moment an trägt Pawel ein Wissen mit sich, das er dem anderen nicht mitteilt, und beginnt zu hoffen, dass das Schiff bald kommt, damit ihm die Wahrheit erspart bleibt.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Alexey Popogrebsky bei diesem 2010 entstandenen Spielfilm. In den beiden Hauptrollen sind Григорий Добрыгин und Сергей Пускепалис zu sehen, an ihrer Seite stehen Артём Цуканов und Игорь Черневич.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Thriller ergibt sich unmittelbar aus der Situation: Zwei Menschen, isoliert von jeder Außenwelt, ausgeliefert an das, was der eine dem anderen sagt oder verschweigt. Die Spannung entsteht nicht aus äußerer Bedrohung, sondern aus einem Geheimnis, das zwischen zwei Personen steht, die aufeinander angewiesen sind und sich zugleich fremd bleiben. Die reduzierte Besetzung auf wenige Figuren und ein einziger Schauplatz verweisen auf eine Erzählweise, die auf Enge und psychologische Zuspitzung statt auf Handlungsfülle setzt. Dass ausgerechnet ein Funkspruch, also eine Nachricht aus der fernen Zivilisation, den Kern des Konflikts bildet, unterstreicht, wie stark die Geschichte mit Isolation und der Frage arbeitet, was Kommunikation unter solchen Bedingungen bedeuten kann.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus ein breiter Publikumskonsens ablesen lässt. Seit der Entstehung 2010 sind mehr als ein Jahrzehnt vergangen, was den Film in eine Phase des russischen Kinos einordnet, die sich mit reduzierten, kammerspielartigen Erzählformen auseinandersetzte. Innerhalb der Kombination aus Drama und Thriller steht er für eine leise, auf psychologische Spannung setzende Variante des Genres, die auf große äußere Ereignisse verzichtet und stattdessen auf das Verhältnis zweier Figuren baut.
Bilder


Besetzung & Stab
- Grigoriy Dobrygin als Pavel Danilov
- Sergey Puskepalis als Sergey Gulybin
- Artyom Tsukanov als Stas (voice)
- Igor Chernevich als Sofronov (voice)
- Ilya Sobolev als Volodya (voice)
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Verfügbarkeit
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