Mein Bruder ist ein Einzelkind (2007)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Daniele Luchetti |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Historie |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2007-03-28 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 6.463.286 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (416 Stimmen) |
Worum es geht
Italien im Jahr 1961: Das Land steckt mitten in einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruch, doch an Accio scheint diese Bewegung spurlos vorbeizugehen. Der aufsässige, schwierige Jugendliche lebt in Sabaudia, einer kleinen Stadt im Latium, und sucht vor allem die Reibung mit seinen Eltern. Nur um sie zu ärgern, tritt er einer neofaschistischen Partei bei.
Sein älterer Bruder Manrico steht auf der anderen Seite des politischen Grabens: Er führt vor Ort die Linke an. Accios Schritt beschämt ihn so sehr, dass er kein Wort mehr mit dem Jüngeren wechselt. Als einzige Verbindung zwischen den beiden bleibt Francesca, Manricos Freundin, und ausgerechnet in sie verliebt sich Accio bis über beide Ohren. Im Zwist der Brüder zeigt sich eine Gesellschaft, die in zwei Auffassungen von Politik zerfällt.
Entstehungsgeschichte
Daniele Luchetti brachte den Stoff 2007 als Spielfilm heraus. Vor der Kamera stehen Elio Germano, Riccardo Scamarcio, Angela Finocchiaro und Massimo Popolizio. Der Film verbindet Zeitbild und Familiengeschichte: Im Zentrum stehen zwei Brüder, ihre Eltern und eine junge Frau zwischen den Fronten, während im Hintergrund ein ganzes Land in Bewegung gerät. Zuschauer ab 12 Jahren dürfen den Film sehen.
Hinter den Kulissen
Komödie, Drama und Historie treffen hier aufeinander, und diese Mischung prägt den Zugang zum Thema. Die politische Spaltung einer ganzen Epoche wird nicht aus der Vogelperspektive erzählt, sondern im Kleinen, am Küchentisch einer Familie. Dass Accio aus Trotz statt aus Überzeugung zu den Neofaschisten geht, gibt dem Stoff eine komische Fallhöhe, ohne die Ernsthaftigkeit der Lager zu leugnen.
Die Liebe zu Francesca verschränkt das Private mit dem Politischen: Die Frau, die zwischen den Brüdern vermittelt, wird selbst zum Gegenstand der Rivalität. So entsteht ein Coming-of-Age-Stoff, in dem die Suche nach einer eigenen Haltung und das Werben um Anerkennung ineinandergreifen.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,7 von 10 Punkten liegt der Film im soliden oberen Mittelfeld. Die Stimmen reichen in den mittleren dreistelligen Bereich, eine überschaubare, aber tragfähige Grundlage für diesen Schnitt. Seit dem Erscheinen sind 19 Jahre vergangen. Innerhalb des historischen Familienfilms steht das Werk für einen Zugang, der Zeitgeschichte über Geschwisterkonflikt und Pubertät erzählt, statt sie als Lehrstück aufzubereiten.
Bilder




Besetzung & Stab
- Elio Germano als Accio Benassi
- Riccardo Scamarcio als Manrico Benassi
- Angela Finocchiaro als Amelia Benassi
- Massimo Popolizio als Ettore Benassi
- Ascanio Celestini als Father Cavalli
- Diane Fleri als Francesca
- Alba Rohrwacher als Violetta Benassi
- Vittorio Emanuele Propizio als Teen Accio
- Claudio Botosso als Professor Montagna
- Antonino Bruschetta als Secretary Bombacci
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Verfügbarkeit
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