Medianeras (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gustavo Taretto |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-06-01 |
| Budget | 11.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.140 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (321 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Martin ist Webdesigner, und das Internet hat sein Leben verändert, genauer gesagt: Es hat ihm sein Leben genommen. Rund um die Uhr sitzt er vor dem Computer. Er baut Websites, spielt Videospiele, bestellt Essen und kauft Dinge für die Wohnung. Nach draußen geht er selten, obwohl er sich danach sehnt, wirklich zu leben. Doch jedes Mal, wenn er es versucht, kehrt er um und schließt sich wieder in seiner beengten Einzimmerwohnung ein.
Mariana ist Architektin, allerdings nur auf dem Papier, denn entworfen hat sie noch nie etwas, nicht einmal ein Badezimmer. Ihren Lebensunterhalt verdient sie mit dem Dekorieren von Schaufenstern. Dabei fühlt sie sich zunehmend so kalt und leer wie die Schaufensterpuppen, die sie ankleidet.
Entstehungsgeschichte
Gustavo Taretto inszenierte den Film, der 2011 herauskam. Im englischsprachigen Raum ist er unter dem Titel „Sidewalls“ bekannt. Pilar López de Ayala und Javier Drolas stehen an der Spitze der Besetzung, Inés Efrón und Rafael Ferro vervollständigen sie. Die Konzentration auf zwei Hauptfiguren, die jeweils für sich eingeführt werden, prägt die Struktur der Erzählung.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm bilden das Gerüst. Auffällig ist, dass die beiden Hauptfiguren getrennt voneinander vorgestellt werden, jede in ihrer eigenen Isolation. Daraus ergibt sich eine Erwartung, die der Genrekombination entspricht: Zwei einsame Menschen, die zueinander passen könnten, bewegen sich in parallelen Bahnen.
Die Figuren sind über ihre Berufe gezeichnet, und diese Berufe tragen eine symbolische Last. Der Webdesigner baut virtuelle Räume und verliert dabei den Kontakt zur realen Welt. Die Architektin, die nie ein Gebäude entworfen hat, gestaltet stattdessen Schaufenster und fühlt sich den Puppen darin ähnlich. Beide haben mit Räumen zu tun und sind doch in ihren eigenen Wohnungen gefangen. Der englische Titel, der von Seitenwänden spricht, passt zu diesem Motiv der Begrenzung. Einsamkeit erscheint hier nicht als Drama großer Verluste, sondern als leiser Zustand des Alltags.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 fällt die Durchschnittsbewertung deutlich positiv aus. Einige hundert Stimmen bilden die Grundlage, eine überschaubare, aber klare Basis.
Seit dem Erscheinen sind 15 Jahre vergangen. Das Thema der Vereinzelung in einer digital geprägten Lebenswelt hat in dieser Zeit nichts von seiner Aktualität verloren. Unter den Liebesfilmen zählt der Titel zu den stilleren Werken, die mehr von der Sehnsucht nach Begegnung erzählen als von der Begegnung selbst.
Bilder








Besetzung & Stab
- Pilar López de Ayala als Mariana
- Javier Drolas als Martín
- Inés Efrón als Ana
- Rafael Ferro als Rafa
- Jorge Ernesto Lanata als Traumatólogo
- Carla Peterson als Marcela
- Adrián Navarro als Lucas
- Romina Paula als Ex novia
- Alan Pauls als Ex novio
- Miguel Dedovich als Psiquiatra
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Verfügbarkeit
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