Marius (1931)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alexander Korda |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1931-10-09 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (109 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer Hafenbar in Marseille schenkt Marius Wein aus, während sein Blick immer wieder zum Wasser wandert. Die See übt einen Reiz auf ihn aus, dem er sich kaum entziehen kann, obwohl sein Alltag an die Bar seines Vaters César gebunden ist. Die Muschelverkäuferin Fanny steht ihm näher als jede andere, und ihre Zuneigung scheint erwidert zu werden. Doch als der wohlhabende Honoré Panisse um Fannys Hand anhält, gerät das ruhige Gefüge aus der Balance. Marius muss sich zwischen der Frau, die er liebt, und dem Ruf des Meeres entscheiden, der ihn nicht in Ruhe lässt. Der Ausgang dieser Zerreißprobe bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1931 unter der Regie von Alexander Korda. In den Hauptrollen sind Raimu, Pierre Fresnay, Orane Demazis und Fernand Charpin zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Komödie, Drama und Liebesfilm zeigt, dass hier kein reines Melodram erzählt wird: Leichte, humorvolle Milieuzeichnung und ernster Gefühlskonflikt stehen nebeneinander. Die Anlage der Geschichte – ein junger Mann zwischen familiärer Bindung, aufkeimender Liebe und der abstrakten Verheißung der Ferne – erzeugt eine Spannung, die weniger aus äußerer Handlung als aus innerem Zögern entsteht. Dass ein reicher Nebenbuhler auftritt, verschärft die Entscheidung, ohne sie zu einem simplen Wettstreit zu machen. Die Hafenstadt Marseille als Schauplatz bringt das Meer als ständig gegenwärtiges Symbol für Aufbruch und Freiheit mit ein, während die Bar als Ort der Bindung und Gewohnheit fungiert. Diese Gegenüberstellung von Enge und Weite trägt die gesamte Geschichte.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,4 bei einer noch schmalen Bewertungsbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutierte Produktion einordnen. Seit der Entstehung 1931 sind mittlerweile 94 Jahre vergangen, was ihn zu einem frühen Beispiel für die Verbindung von Komödie und Drama im französischsprachigen Kino jener Zeit macht. Innerhalb der Liebesfilm-Tradition sticht die Geschichte durch ihre Bodenständigkeit hervor: kein großes Melodrama, sondern ein Konflikt aus Alltag, Ort und Sehnsucht, der bis heute nachvollziehbar bleibt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Raimu als César Ollivier
- Pierre Fresnay als Marius Ollivier, fils de César
- Orane Demazis als Fanny Cabanis, fille d'Honorine
- Fernand Charpin als Maître Honoré Panisse
- Robert Vattier als Monsieur Brun
- Paul Dullac als Félix Escartefigue
- Alida Rouffe als Honorine Cabanis
- Alexandre Mihalesco als Piquoiseau
- Édouard Delmont als Le Goelec
- Lucien Callamand als Le quartier-maître du ferry-boat (uncredited)
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