Mädchen in Uniform (1931)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Leontine Sagan |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1931-11-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (123 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die vierzehnjährige Manuela von Meinhardis hat beide Eltern verloren und wird in ein Stift für höhere Töchter in Potsdam gegeben. Dort herrscht ein Ton aus Drill und Distanz, der wenig Raum für Zuneigung lässt. Einzig Fräulein von Bernburg, eine Lehrerin, die sich dem strengen Erziehungsideal der Oberin entgegenstellt, wird für Manuela zu einer Quelle von Wärme. Nach einer Schulaufführung, beschwingt von Erfolg und etwas Bowle, gesteht Manuela ihr diese Zuneigung offen – ein Moment, der das Gefüge der Anstalt erschüttert. Die Oberin sucht die Schuld bei der Lehrerin, während Manuela in eine Verzweiflung gerät, aus der ihre Mitschülerinnen sie im letzten Augenblick herausholen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1931 unter der Regie von Leontine Sagan und ist als Drama mit Elementen des Liebesfilms angelegt. In den Hauptrollen sind Emilia Unda, Dorothea Wieck, Hedwig Schlichter und Hertha Thiele zu sehen. Die Freigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Dass die Geschichte als Drama und zugleich als Liebesfilm geführt wird, verweist auf ihren Kern: Es geht um ein Gefühl, das sich in einer geschlossenen, autoritär geführten Institution keinen legitimen Ausdruck sucht und deshalb zum Konflikt wird. Die Anlage der Handlung – ein Internat, eine strenge Oberin, eine einzelne Lehrerin als Gegenpol – schafft ein enges, hierarchisches System, in dem private Zuneigung zwangsläufig öffentlich und damit gefährlich wird. Die Besetzung mit mehreren Frauenrollen in zentraler Position, von der Schülerin über die Lehrerin bis zur Oberin, macht deutlich, dass die Erzählung ihre Spannung aus dem Verhältnis dieser Figuren zueinander zieht, nicht aus äußerer Handlung. Die Zuspitzung am Ende, ausgelöst durch ein Geständnis in einem unbedachten Moment, zeigt, wie wenig Spielraum das System für Abweichung lässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Titel auf solidem Niveau, ohne dass sich daraus eine breite Popularität ablesen ließe. Der Abstand zur Gegenwart ist mit dem Erscheinungsjahr 1931 beträchtlich, was den Stoff schon durch seine Entstehungszeit von späteren Verarbeitungen ähnlicher Themen unterscheidet. Innerhalb der Kombination aus Drama und Liebesfilm nimmt er eine Position ein, die durch die Internatskulisse und die weibliche Figurenkonstellation eine eigene Note erhält.
Bilder








Besetzung & Stab
- Emilia Unda als Headmistress of the Boarding School
- Dorothea Wieck als Miss von Bernburg
- Hedwig Schlichter als Miss von Kesten
- Hertha Thiele als Manuela von Meinhardis
- Ellen Schwanneke als Ilse von Westhagen
- Annemarie von Rochhausen als Edelgard Komtesse von Mengsberg (uncredited)
- Erika Biebrach als Lilli von Kattner (uncredited)
- Lene Berdolt als Fräulein von Gaerschner (uncredited)
- Margory Bodker als Miss Evans (uncredited)
- Gertrud de Lalsky als Exzellenz von Ehrenhardt - Manuelas Tante (uncredited)
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Verfügbarkeit
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