Luther (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Eric Till |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-10-29 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 30.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 29.400.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (342 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Jahr 1505 reißt ein Erlebnis an der Schwelle zum Tod den Studenten Martin Luther aus einem Alltag, der bis dahin eher vom Müßiggang bestimmt war. Er wendet sich der Kirche zu und tritt ins Kloster ein. Dort fallen dem kritischen Geist bald Widersprüche zwischen dem Wort und der Wirklichkeit auf.
Vor allem der verbreitete Ablasshandel gerät in seinen Blick. Aus Protest schlägt Luther seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche. Der Papst verlangt nachdrücklich, dass der Ketzer widerruft, doch Luther bleibt standhaft. Er wird für vogelfrei erklärt und muss fliehen. In der Abgeschiedenheit der Wartburg übersetzt er die Bibel ins Deutsche, ohne zu ahnen, welche Umwälzung sein Werk auslösen wird.
Entstehungsgeschichte
Eric Till führte Regie bei diesem Film aus dem Jahr 2003. Zur Besetzung gehören Joseph Fiennes, Jonathan Firth, Claire Cox und Alfred Molina. Mit einer Freigabe ab 12 Jahren richtet sich das Werk an Jugendliche wie Erwachsene.
Hinter den Kulissen
Die Genrekombination aus Drama und Historie beschreibt die Anlage: Eine reale historische Gestalt steht im Mittelpunkt, erzählt wird ihr Weg als persönliches Drama. Der Bogen reicht von einer Lebenswende über den Konflikt mit der Kirche bis zur Arbeit an der Übersetzung.
Aufschlussreich ist die Struktur. Die Geschichte beginnt mit einem Einzelnen und einem inneren Umbruch und weitet sich zu einem Konflikt mit der höchsten kirchlichen Autorität. Luther erscheint als jemand, der nicht aus Machtstreben handelt, sondern aus dem Unbehagen an einem Missverhältnis zwischen Lehre und Praxis. Die Stationen sind klar gesetzt: das Kloster, der Anschlag der Thesen, die Weigerung zu widerrufen, die Flucht und die Übersetzung. Wittenberg und die Wartburg markieren dabei die beiden Pole zwischen öffentlichem Protest und zurückgezogener Arbeit. Der Film verbindet so religiöse Fragen mit einem Stoff über Gewissen und Standhaftigkeit gegenüber einer übermächtigen Institution.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung liegt bei 6,5 von 10, gestützt auf einige hundert Stimmen. Seit dem Erscheinen sind 23 Jahre vergangen. Im historischen Drama steht der Film für Biografien, die eine Wendezeit an einer einzelnen Person festmachen und den Konflikt zwischen Gewissen und Autorität ins Zentrum rücken.
Bilder







Besetzung & Stab
- Joseph Fiennes als Martin Luther
- Jonathan Firth als Girolamo Aleander
- Claire Cox als Katharina von Bora
- Alfred Molina als Johann Tetzel
- Peter Ustinov als Frederick
- Bruno Ganz als Johann von Staupitz
- Uwe Ochsenknecht als Leo X
- Maria Simon als Hanna
- Mathieu Carrière als Cardinal Jacob Cajetan
- Benjamin Sadler als Georg Spalatin
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