Leaving Las Vegas (1995)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mike Figgis |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1995-10-27 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 3.600.000 $ |
| Einspielergebnis | 49.800.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (1.713 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ben Sanderson war Drehbuchautor. Er ist alkoholkrank und kommt nach Las Vegas mit einem Vorsatz, den er niemandem verheimlicht: Er will sich zu Tode trinken.
Dort lernt er Sera kennen, die als Prostituierte arbeitet. Zwischen beiden entsteht eine Nähe unter ausdrücklichen Bedingungen: Sera darf nicht versuchen, ihn von seinem Vorhaben abzubringen; ihr Beruf soll kein Thema sein. Was daraus wird, ist eine Liebe ohne Aussicht — und ohne Beschönigung.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist der Roman von John O'Brien. Der Autor nahm sich zwei Wochen vor Drehbeginn das Leben.
Mike Figgis führte Regie, schrieb das Drehbuch und komponierte die Musik.
Nicolas Cage spielt Ben Sanderson, Elisabeth Shue die Sera, Julian Sands den Yuri, Richard Lewis den Peter, Steven Weber den Marc Nussbaum, Valeria Golino die Terri, Laurie Metcalf die Mrs. Van Houten und Emily Procter die Debbie; auch R. Lee Ermey, Mariska Hargitay und Xander Berkeley sind zu sehen.
Produziert wurde der Film von Lila Cazès und Annie Stewart. Die Kamera führte Declan Quinn, den Schnitt besorgte John Smith. Gedreht wurde auf Super-16-mm-Film. Der Film dauert 107 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben.
Sting steuerte Jazz-Klavierstücke zum Soundtrack bei, Nicolas Cage sang „Ridiculous" gemeinsam mit Phil Roy. Kurzauftritte haben unter anderem die Regisseure Bob Rafelson und Vincent Ward, Julian Lennon, Lou Rawls und Mike Figgis selbst. Elisabeth Shue trägt Kleidung von Vivienne Westwood.
Hinter den Kulissen
Der Tod des Autors zwei Wochen vor Drehbeginn liegt über der gesamten Produktion. Der Roman ist die Vorlage; was in ihm steht, hat der Verfasser nicht überlebt.
Formal ist die Abmachung zwischen den beiden Hauptfiguren der Kern. Beide verzichten darauf, den anderen ändern zu wollen — Sera akzeptiert Bens Vorhaben, Ben fragt nicht nach ihrer Arbeit. Das ist keine Gleichgültigkeit, sondern die einzige Form von Zuwendung, die zwischen ihnen möglich ist.
Der Dreh auf Super-16-mm ist dazu die passende Wahl. Das Format erlaubte kleine Teams und schnelles Arbeiten an realen Orten; die Körnigkeit des Bildes hält den Film von jeder Glättung fern.
Einordnung & Wirkung
1996 erhielt Nicolas Cage den Oscar als bester Hauptdarsteller. Nominiert war der Film außerdem für die beste Hauptdarstellerin (Elisabeth Shue), die beste Regie und das beste adaptierte Drehbuch. Cage gewann zudem den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einem Drama.
Bei den Independent Spirit Awards wurden Elisabeth Shue als beste Hauptdarstellerin sowie Film, Regie und Kamera ausgezeichnet; bei den BAFTA-Awards gab es mehrere Nominierungen.
Rotten Tomatoes weist 91 Prozent aus, Metacritic 82 von 100; die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „wertvoll".
Gelobt wurde die beklemmend realistische Darstellung eines Alkoholkranken; der Film wurde als unbeschönigte Bestandsaufnahme menschlicher Leidens- und Liebesfähigkeit beschrieben.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nicolas Cage als Ben Sanderson
- Elisabeth Shue als Sera
- Julian Sands als Yuri
- Richard Lewis als Peter
- Steven Weber als Marc Nussbaum
- Kim Adams als Sheila
- Emily Procter als Debbie
- Stuart Regen als Man At Bar
- Valeria Golino als Terri
- Graham Beckel als L.A. Bartender
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Verfügbarkeit
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