Lampedusa (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Emanuele Crialese |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-05-18 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (120 Stimmen) |
Worum es geht
Auf der abgeschiedenen Insel Lampedusa im Mittelmeer lebt Grazia, Mutter von drei Kindern, verheiratet mit dem zurückhaltenden Fischer Pietro. Grazia ist lebenslustig und unberechenbar zugleich: In einem Moment lacht sie ausgelassen und schwimmt halbnackt im Meer, im nächsten liegt sie zusammengekauert auf ihrem Bett. Ihr Verhalten trägt Züge einer manisch-depressiven Erkrankung. Während Grazia davon nichts ahnt, beginnt die erweiterte Familie hinter ihrem Rücken darüber zu sprechen, sie in eine Einrichtung in Norditalien zu schicken. Die Insel selbst, malerisch und zugleich isoliert, wird so zum Spiegel für Graziens Situation – ein Ort, der Freiheit verspricht und zugleich einschließt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2002 unter der Regie von Emanuele Crialese. Die Hauptrollen übernehmen Valeria Golino als Grazia und Vincenzo Amato als ihr Ehemann Pietro, an ihrer Seite spielen Francesco Casisa und Veronica D'Agostino. Das Drama ist ab 6 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Schon die Anlage der Geschichte – eine Frau, deren Innenleben von den Menschen um sie herum gedeutet, diskutiert und letztlich fremdbestimmt wird, ohne dass sie selbst gehört wird – macht den Film zu einem Kammerspiel über Nähe und Kontrolle innerhalb einer Familie. Die Wahl einer isolierten Insel als Schauplatz verstärkt das Thema der Eingrenzung: Die geografische Abgeschiedenheit Lampedusas wird zur Entsprechung der emotionalen Isolation, in der sich Grazia bewegt. Dass die Besetzung sich auf wenige Figuren konzentriert – Ehepartner, Kinder, Familie – unterstreicht den Fokus auf ein enges soziales Gefüge statt auf eine breit angelegte Handlung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich der Publikumsresonanz, ohne dass sich daraus eine breite Rezeption ablesen ließe. Seit seiner Entstehung 2002 sind mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, was den Film zu einem Werk macht, das in einem frühen Abschnitt der Regiearbeit von Emanuele Crialese verortet ist. Innerhalb des Dramagenres steht er für eine leise, figurenzentrierte Erzählweise, die auf große äußere Konflikte verzichtet und sich stattdessen auf die stillen Verschiebungen innerhalb einer Familie konzentriert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Valeria Golino als Grazia
- Vincenzo Amato als Pietro
- Francesco Casisa als Pasquale
- Veronica D'Agostino als Marinella
- Filippo Pucillo als Filippo
- Muzzi Loffredo als Nonna
- Elio Germano als Pier Luigi
- Avy Marciano als velista francese
- Giuseppe Del Volgo als zio Pino
- Matteo Solina als Zio Antonio
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Verfügbarkeit
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