Lacombe Lucien (1974)
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| Regie | Louis Malle |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 137 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-01-30 |
| TMDB-Bewertung | 7 (169 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im ländlichen Frankreich der Besatzungszeit will der junge Lucien Lacombe sich der Résistance anschließen. Man weist ihn ab, seiner Jugend wegen, und diese Zurückweisung schlägt in Groll um. Aus Enttäuschung und einem Gefühl übergangener Bedeutung heraus wendet sich Lucien der anderen Seite zu: Er lässt sich auf den französischen Arm der Gestapo ein. Die Macht, die ihm diese Position verschafft, gefällt ihm, verändert ihn. Kompliziert wird sein Leben, als er sich in France Horn verliebt, eine junge jüdische Frau. Wie diese Beziehung sich unter den Bedingungen seiner neuen Rolle entwickelt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1974 unter der Regie von Louis Malle. In den Hauptrollen sind Pierre Blaise, Aurore Clément, Holger Löwenadler und Therese Giehse zu sehen. Es handelt sich um ein Drama mit kriegsfilmischer Rahmung.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Kriegsfilm verweist hier nicht auf Frontgeschehen, sondern auf die moralische Zerrüttung im Hinterland der Besatzung. Die Geschichte ist als Charakterstudie angelegt: Ein junger Mann wird nicht aus Überzeugung zum Kollaborateur, sondern aus verletztem Stolz und der Anziehungskraft von Macht. Diese psychologische Ausgangslage – Ablehnung, Ressentiment, Machtgewinn – trägt die gesamte Erzählung und macht sie zu einer Studie über Mitläufertum statt über Ideologie. Dass ausgerechnet eine Liebesbeziehung zu einer jüdischen Frau in dieses Gefüge eingebaut wird, verschärft den moralischen Widerspruch, auf dem die Handlung aufbaut, ohne dass der Ausgang vorweggenommen wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis steht der Film solide da, ohne dass sich daraus eine breite, aktuelle Popularität ablesen ließe. Seit seiner Entstehung 1974 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, und der Abstand zur Zeit der Handlung wie zur Entstehungszeit selbst ist entsprechend groß. Innerhalb des Kriegsfilms nimmt der Titel eine Sonderstellung ein, da er nicht Kampfhandlungen, sondern die stille, alltägliche Radikalisierung eines Einzelnen in den Mittelpunkt stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Pierre Blaise als Lucien Lacombe
- Aurore Clément als France Horn
- Holger Löwenadler als Albert Horn
- Therese Giehse als La Grand-mère
- Stéphane Bouy als Jean-Bernard
- Loumi Iacobesco als Betty Beaulieu
- René Bouloc als Faure
- Jean Rougerie als Tonin
- Pierre Decazes als Aubert
- Jacqueline Staup als Melle Chauvelot
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Verfügbarkeit
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