Kuß der Spinnenfrau (1985)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Héctor Babenco |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1985-07-26 |
| Budget | 1.250.000 $ |
| Einspielergebnis | 17.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (353 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem südamerikanischen Gefängnis teilen sich zwei Männer eine Zelle, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Luis Molina sitzt wegen der Verführung Minderjähriger ein, Valentin Arregui ist ein politischer Gefangener.
Beide suchen auf ihre Weise einen Umgang mit der Haft. Luis flüchtet sich in Schwärmereien von romantischen Filmen und erzählt von einer Welt, die mit der Zelle nichts gemein hat. Valentin dagegen versucht zunächst, die ausweglose Lage, in der er steckt, überhaupt zu begreifen. Auf engstem Raum zusammengesperrt, müssen die beiden Männer lernen, einander mit Verständnis und Respekt zu begegnen.
Entstehungsgeschichte
Héctor Babenco inszenierte das Drama, das 1985 erschien und im Englischen den Titel „Kiss of the Spider Woman“ trägt. William Hurt und Raúl Juliá spielen die beiden Zellengenossen, Sonia Braga und José Lewgoy komplettieren die Besetzung.
Hinter den Kulissen
Das Drama verzichtet auf jede Genremischung und konzentriert sich ganz auf seine Figuren. Die Anlage ist die eines Kammerspiels: zwei Männer, ein Raum, keine Möglichkeit, einander auszuweichen. Die Spannung entsteht nicht aus äußerer Handlung, sondern aus dem Gegensatz der Charaktere und aus der Frage, ob sich zwischen ihnen etwas verändert.
Bemerkenswert ist die Rolle des Erzählens. Luis setzt der Enge der Zelle die Erinnerung an Filme entgegen, und damit öffnet sich im Film selbst ein Raum für Geschichten innerhalb der Geschichte. Eskapismus und politisches Bewusstsein stehen sich gegenüber, verkörpert in zwei Häftlingen, die aus völlig verschiedenen Gründen eingesperrt sind. Der ernste Hintergrund, Haft unter politischen Verhältnissen und ein Vergehen an Minderjährigen, verlangt einen nüchternen Blick und gibt dem Stoff sein Gewicht.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,0 von 10 Punkten erreicht der Film eine gute Bewertung. Die Stimmen liegen im mittleren dreistelligen Bereich, eine Basis, die den Wert als recht stabil erscheinen lässt.
Zwischen Erscheinen und heute liegen 41 Jahre. Dass das Drama nach dieser Zeit weiterhin positiv eingeschätzt wird, deutet darauf hin, dass seine Themen, Freiheit, Würde und die Annäherung zweier Gegensätze, nicht an eine bestimmte Epoche gebunden sind. Unter den Gefängnisdramen gehört es zu den Werken, die fast ausschließlich auf das Gespräch und die Beziehung zwischen zwei Menschen setzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- William Hurt als Luis Molina
- Raúl Juliá als Valentin Arregui
- Sonia Braga als Leni Lamaison / Marta / Spider Woman
- José Lewgoy als Warden
- Milton Gonçalves als Pedro
- Miriam Pires als Mother
- Nuno Leal Maia als Gabriel
- Fernando Torres als Americo
- Patricio Bisso als Greta
- Herson Capri als Werner
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Verfügbarkeit
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