Kriegerin (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Wnendt |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-06-28 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (140 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Marisa ist Anfang 20, gewaltbereit und tief in der rechtsextremen Szene verwurzelt. Sie hasst Ausländer, Politiker, die Polizei, alles, was für sie mit dem Zerfall ihres Lebens zu tun hat. Ihr Freund Sandro sitzt im Gefängnis, ihre Wut sucht sich täglich neue Ziele. In diesen Sommer platzen zwei Störfaktoren: Die bürgerliche Svenja will Teil von Marisas Clique werden, und der afghanische Flüchtling Rasul taucht ausgerechnet an ihrem Badesee auf. Als diese drei Welten aufeinandertreffen, gerät etwas in Bewegung, das Marisas Leben grundlegend verändert.
Entstehungsgeschichte
"Kriegerin" entstand 2011 unter der Regie von David Wnendt und lief international unter dem Titel "Combat Girls". Die Hauptrolle der Marisa spielt Alina Levshin, an ihrer Seite stehen Jella Haase als Svenja, Sayed Ahmad als Rasul und Gerdy Zint. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Als Drama angelegt, verzichtet der Film auf genrehafte Zuspitzungen und setzt stattdessen auf die Beobachtung einer Figur von innen. Dass die Handlung eine Neonazistin ins Zentrum stellt, statt sie als Randfigur zu zeigen, verschiebt den Blickwinkel: Statt Distanz entsteht Nähe zu einer Perspektive, die eigentlich abgelehnt werden soll. Die Konstellation aus drei ungleichen Figuren – der radikalisierten Marisa, der neugierigen Svenja und dem Flüchtling Rasul – legt die Erzählung als Konfliktdreieck an, in dem Herkunft, Klasse und Ideologie aufeinanderprallen. Dass ein Sommer als Rahmen dient, deutet auf eine Geschichte, die sich in kurzer Zeit zuspitzt, statt sich über Jahre zu entwickeln.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich "Kriegerin" im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 2011 sind mehr als zehn Jahre vergangen, der Film bleibt damit ein Zeitdokument seiner Entstehungszeit. Innerhalb des Dramagenres positioniert er sich als sozial grundierter Beitrag, der ein politisch aufgeladenes Thema über eine einzelne, konkrete Figur statt über abstrakte Debatten verhandelt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Alina Levshin als Marisa
- Jella Haase als Svenja
- Sayed Ahmad als Rasul
- Gerdy Zint als Sandro
- Lukas Steltner als Markus
- Uwe Preuss als Oliver
- Winnie Böwe als Andrea
- Rosa Enskat als Bea
- Haymon Maria Buttinger als Clemens
- Klaus Manchen als Franz
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Verfügbarkeit
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