Komm und sieh (1985)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Elem Klimov |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm, Horror, Historie |
| Laufzeit | 146 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1985-10-17 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 20.929.648 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (1.962 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Weißrussland 1943. Der etwa vierzehnjährige Fljora gräbt im Sand nach einem Gewehr, weil man ohne eines nicht zu den Partisanen darf. Er findet eines und geht mit.
Was folgt, ist kein Kriegsfilm im gewohnten Sinn. Fljora wird im Lager zurückgelassen, überlebt einen Bombenangriff, verliert das Gehör, kehrt in sein Dorf zurück und findet es leer. Später gerät er in ein anderes Dorf, in dem eine deutsche Einheit sämtliche Bewohner in eine Scheune treibt und anzündet. Am Ende ist Fljora ein alter Mann im Körper eines Jungen.
Entstehungsgeschichte
Elem Klimov kämpfte acht Jahre lang gegen die sowjetische Zensur, bevor er drehen durfte. Die Behörden lehnten das Drehbuch zunächst ab und warfen ihm vor, eine Ästhetik des Schmutzes zu propagieren. Der ursprüngliche Titel lautete "Tötet Hitler" und wurde vor der Veröffentlichung geändert.
Der historische Hintergrund steht als Schrifttafel im Film: 628 weißrussische Dörfer wurden samt ihren Bewohnern vernichtet.
Hinter den Kulissen
Aleksei Kravchenko war bei den Dreharbeiten vierzehn. Klimov zog einen Hypnotiseur mit autogenem Training hinzu, um ihn auf die Belastung vorzubereiten. Kravchenko hat später berichtet, er habe strengste Diät gehalten und sei nach den Dreharbeiten nicht nur dünn, sondern ergraut in die Schule zurückgekehrt — das Grau war allerdings Schminke.
Gedreht wurde neun Monate lang in der Reihenfolge der Handlung. Statt Platzpatronen kam scharfe Munition zum Einsatz; in einzelnen Aufnahmen gingen die Geschosse etwa zehn Zentimeter über dem Kopf des Darstellers hinweg.
Einordnung & Wirkung
Der Film gilt heute als einer der bedeutendsten Antikriegsfilme überhaupt.
In der Sight-and-Sound-Umfrage von 2022 stand er auf Platz 41 der Regisseurinnen und Regisseure und auf Platz 104 der Kritik; bei Rotten Tomatoes liegt er bei 90 Prozent.
Er wird selten empfohlen, ohne dass eine Warnung mitgeliefert wird — nicht wegen expliziter Bilder, sondern weil er die Erfahrung des Zusehens nicht abfedert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Aleksei Kravchenko als Flyora Gayshun
- Olga Mironova als Glasha
- Liubomiras Laucevičius als Kosach
- Vladas Bagdonas als Rubezh
- Jüri Lumiste als Obersturmführer
- Viktors Lorencs als Sturmbannführer
- Kazimir Rabetsky als Village Headman
- Yevgeni Tilicheyev als Gezhel
- Aleksandr Berda als Chief of Staff of the Partisan Detachment
- G. Velts als Medical NCO
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Verfügbarkeit
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