King Kong und die weiße Frau (1933)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Merian C. Cooper |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Fantasy, Horror |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1933-04-07 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 672.000 $ |
| Einspielergebnis | 10.001.781 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (1.666 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Filmregisseur bricht mit seiner Mannschaft zu einer geheimnisvollen Insel auf: Skull Island. Mit an Bord ist die Schauspielerin Ann Darrow.
Auf der Insel wird sie den Bewohnern zum Opfer für ein riesiges Wesen — Kong. Statt sie zu töten, verteidigt der Affe sie gegen die Urzeittiere der Insel. Nach ihrer Befreiung wird Kong nach New York gebracht und dort vorgeführt.
Entstehungsgeschichte
Regie führten Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack. Das Drehbuch schrieben James Ashmore Creelman und Ruth Rose nach einem Entwurf von Edgar Wallace. Produziert wurde der Film von Cooper, Schoedsack und David O. Selznick bei RKO Pictures.
Fay Wray spielt Ann Darrow, Robert Armstrong den Carl Denham, Bruce Cabot den Jack Driscoll und Frank Reicher den Kapitän Englehorn.
Die Kamera führten Edward Linden, J. O. Taylor und Vernon L. Walker, den Schnitt besorgte Ted Cheesman. Die Musik stammt von Max Steiner und Bernhard Kaun.
Gedreht wurde von Januar 1932 bis Anfang Februar 1933. Die Uraufführung war am 2. März 1933, die deutsche Erstaufführung am 1. Dezember 1933.
Hinter den Kulissen
Die Produktion entstand aus einem Abbruch. Mannschaft und Dschungelkulisse stammten von einem eingestellten Projekt namens „Creation"; Willis O'Brien hatte dafür bereits Miniaturen von Urzeittieren gebaut und verfeinerte seine Stop-Motion-Technik nun für Kong. Für die Modelle wurden teils Felle ungeborener Lämmer verwendet.
Technisch war der Film wegweisend. Erstmals kam Miniaturprojektion zum Einsatz, die 1933 zum Patent angemeldet wurde. Und es war der erste Tonfilm mit durchgehend unterlegter Musik in Dialogszenen — weshalb Max Steiner häufig als Vater der Filmmusik bezeichnet wird.
Die deutsche Zensurgeschichte ist ein eigenes Kapitel. Am 26. Juli 1933 wurde der Film als „Angriff auf die Nervenkraft des deutschen Volkes" verboten. Adolf Hitler begeisterte sich für ihn und sah ihn mehrfach; nach einer Beschwerde wurde er freigegeben. Am 5. Oktober 1933 folgte eine zweite Prüfung mit 49 Metern Schnitt und Freigabe unter dem Titel „Die Fabel von King Kong". 1938 wurden weitere Szenen entfernt — solche, in denen Kong der Frau Kleider vom Leib zieht, sowie Tötungsszenen. Kong wirkte danach deutlich freundlicher. Erst 1969 wurden die fehlenden elf Minuten wieder eingefügt.
Einordnung & Wirkung
Am Startwochenende spielte der Film in den USA über 90.000 Dollar ein — ein Rekord für die Zeit. Der Erfolg bewahrte RKO vor dem Bankrott.
Rotten Tomatoes weist 98 Prozent aus. Das Lexikon des internationalen Films nannte ihn einen tricktechnisch brillanten Monsterfilm und einen Klassiker des Genres, der die Geschichte des Ungeheuers als tragische Liebesromanze erzähle. Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz sprachen von einem Monsterklassiker mit bis heute einmaliger Tricktechnik.
Stephen King verglich Kong mit den Frankenstein-Verfilmungen und hielt fest, keine davon rühre so zu Tränen wie die letzte Filmrolle dieses Films; er nannte Kong einen Archetyp des Archetyps.
Das Bild des Affen auf dem Wolkenkratzer, die Insel Skull Island und Fay Wrays Gesichtsausdruck gehören seither zur Bildsprache der Popkultur. In Deutschland brachte die ZDF-Reihe „Der phantastische Film", die am 13. November 1970 mit diesem Film startete, ihm erneute Bekanntheit.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robert Armstrong als Carl Denham
- Fay Wray als Ann Darrow
- Bruce Cabot als Jack Driscoll
- Frank Reicher als Captain Englehorn
- Victor Wong als Ship's Cook Charlie
- James Flavin als Mate Briggs
- Sam Hardy als Charles Weston
- Noble Johnson als Skull Island Native Chief
- Steve Clemente als Skull Island Witch Doctor
- Roscoe Ates als Press Photographer (uncredited)
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.