Jeder stirbt für sich allein (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Vincent Perez |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Thriller, Drama |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-02-15 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 33.125 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (412 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Berlin im Juni 1940. Während die Propaganda der Nationalsozialisten den Sieg über Frankreich feiert, herrscht in einer Wohnküche im Prenzlauer Berg Trauer. Anna und Otto Quangel haben ihren Sohn verloren, er ist an der Front gefallen.
Lange hat das Arbeiterehepaar an den „Führer“ geglaubt und ist ihm bereitwillig gefolgt. Nun erkennen die beiden, dass seine Versprechen nichts als Lüge und Täuschung sind. Sie beginnen, Postkarten zu schreiben, als Form des Widerstands und um andere aufzurütteln. Darauf fordern sie, die Kriegsmaschine anzuhalten und Hitler zu töten. Unter Einsatz ihres Lebens legen sie die Karten in Hauseingängen und Treppenhäusern von Mietshäusern aus. Doch SS und Gestapo sind ihnen bald auf der Spur, und selbst von den Nachbarn geht Gefahr aus.
Entstehungsgeschichte
Vincent Perez führte Regie bei diesem Film von 2016, der im Englischen den Titel „Alone in Berlin“ trägt. Emma Thompson und Brendan Gleeson stehen an der Spitze der Besetzung, dazu kommen Daniel Brühl und Mikael Persbrandt. Mit einer Freigabe ab 12 Jahren ist das Werk auch für ein jüngeres Publikum zugänglich, obwohl es von Verlust, Verfolgung und Lebensgefahr erzählt.
Hinter den Kulissen
Kriegsfilm, Thriller und Drama kommen hier auf ungewöhnliche Weise zusammen. Der Krieg ist allgegenwärtig, spielt sich aber nicht an der Front ab, sondern im Alltag einer Stadt und in den vier Wänden einer kleinen Wohnung. Der Thriller liegt in der ständigen Gefahr der Entdeckung, das Drama in der Trauer eines Paares, das seinen Sohn verloren hat und daraus eine Haltung gewinnt.
Bemerkenswert ist die Schlichtheit des Widerstands. Es sind keine Waffen und keine großen Pläne, sondern Postkarten, die zwei gewöhnliche Menschen in Treppenhäusern hinterlassen. Gerade diese Bescheidenheit macht die Tat so riskant, denn in einem System der Überwachung genügt ein aufmerksamer Nachbar, um alles zu verraten. Die Geschichte zeigt damit, wie aus Gefolgschaft Einsicht und aus Einsicht Mut wird, und welchen Preis dieser Wandel haben kann.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,7 von 10 wird der Film recht positiv bewertet, getragen von wenigen hundert Stimmen. 10 Jahre nach dem Erscheinen steht er in der Reihe der Dramen über den Alltag unter der nationalsozialistischen Herrschaft und rückt dabei den stillen, fast unscheinbaren Widerstand einfacher Leute in den Mittelpunkt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Emma Thompson als Anna Quangel
- Brendan Gleeson als Otto Quangel
- Daniel Brühl als Escherich
- Mikael Persbrandt als Prall
- Katharina Schüttler als Claire Gehrich
- Louis Hofmann als Hans Quangel
- Rafael Gareisen als Herbert Wegner
- Hildegard Schroedter als Ida Kuhn
- Ernst Stötzner als Dptm. Head Walter
- Godehard Giese als Colonel Krüger
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Verfügbarkeit
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