Iron Man (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jon Favreau |
|---|---|
| Genre | Action, Science Fiction, Abenteuer |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-04-30 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 140.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 585.174.222 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (28.837 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Waffenfabrikant Tony Stark führt ein Unternehmen, dessen Produkte er selbst nie im Einsatz gesehen hat — bis ihn in Afghanistan ein Angriff mit seiner eigenen Munition trifft. Schwer verletzt und in einer Höhle gefangen, baut er zusammen mit dem Wissenschaftler Yinsen einen Elektromagneten, der Splitter aus seinem Herzen fernhält, und darum herum eine Rüstung, mit der er sich befreit.
Zurück in den USA stoppt Stark die Waffenproduktion seiner Firma, gegen den Widerstand seines Mentors Obadiah Stane, und entwickelt den Anzug weiter. Der Film funktioniert dabei weniger als Superheldengeschichte denn als Porträt eines Mannes, dessen Egozentrik nicht verschwindet, sondern nur ein neues Ziel bekommt.
Entstehungsgeschichte
"Iron Man" war der erste Film, den Marvel Studios eigenständig produzierte statt die Rechte an andere Studios zu lizenzieren. Die Finanzierung lief über eine Kreditlinie, für die das Unternehmen die eigenen Comicfiguren als Sicherheit hinterlegte — ein Risiko, das bei einem Misserfolg unmittelbar den Bestand des Studios betroffen hätte. Iron Man war dabei nicht die erste Wahl, sondern die Figur, deren Rechte noch verfügbar waren.
Die Besetzung war der zweite Risikofaktor. Robert Downey Jr. galt nach Jahren mit Suchterkrankung und Verhaftungen als kaum versicherbar, und das Studio lehnte ihn ab. Jon Favreau bestand auf ihm, setzte ein Probeaufnahmen-Verfahren durch und bekam ihn schließlich genehmigt — nach allgemeiner Einschätzung die folgenreichste Besetzungsentscheidung des gesamten Marvel-Kinouniversums.
Hinter den Kulissen
Bei Drehbeginn existierte kein fertiges Drehbuch. Favreau arbeitete mit einem Gerüst aus feststehenden Szenen und ließ die Dialoge weitgehend improvisieren; Downey Jr. und Gwyneth Paltrow entwickelten den Ton ihrer Figuren am Set. Jeff Bridges beschrieb die Produktion später als überteuerten Studentenfilm — nicht als Vorwurf, sondern als Beschreibung der Arbeitsweise.
Die Rüstungen entstanden größtenteils praktisch bei Stan Winston Studio: tragbare Anzüge in mehreren Ausbaustufen, die vor Ort gefilmt und nur dort digital ersetzt wurden, wo Bewegung es erzwang. Die Höhle in Afghanistan war ein Studioset. Die Szene nach dem Abspann, in der Nick Fury die Avengers-Initiative erwähnt, wurde unter Geheimhaltung nachgedreht und stand in vielen Drehbuchfassungen nicht.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit über 580 Millionen Dollar ein und wurde in zwei Oscar-Kategorien nominiert. Für Marvel Studios war das die Existenzbestätigung — Disney kaufte das Unternehmen im Jahr darauf.
Seine größere Bedeutung liegt in der Nachspannszene. Sie etablierte die Erwartung, dass ein Film nicht abgeschlossen ist, sondern auf den nächsten verweist, und begründete damit das Modell des filmübergreifenden Erzähluniversums, das die 2010er im Blockbusterkino bestimmte. Downey Jr.s Rückkehr aus einer als beendet geltenden Laufbahn gilt zudem als eines der markantesten Comebacks der Branche.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robert Downey Jr. als Tony Stark
- Terrence Howard als Rhodey
- Jeff Bridges als Obadiah Stane
- Gwyneth Paltrow als Pepper Potts
- Leslie Bibb als Christine Everhart
- Shaun Toub als Yinsen
- Faran Tahir als Raza
- Clark Gregg als Agent Coulson
- Bill Smitrovich als General Gabriel
- Sayed Badreya als Abu Bakaar
Weitere Filme von Jon Favreau
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.