In weiter Ferne, so nah! (1993)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Wim Wenders |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy, Liebesfilm |
| Laufzeit | 144 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1993-09-01 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Einspielergebnis | 810.455 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (185 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Engel Cassiel gehört zu jenen unsichtbaren Beobachtern, die das menschliche Dasein nur von außen kennen: als stille Zeugen, niemals als Handelnde. Diese Rolle wird ihm zunehmend unerträglich. Irgendwann entscheidet er sich, die Seite zu wechseln und selbst Mensch zu werden. Doch das Leben unter den Sterblichen erweist sich als hart. In seiner Bedrängnis gerät Cassiel in die Nähe eines Gangsters und wird dessen Gehilfe. Erst als er durchschaut, auf welche Weise dieser vermeintliche Freund seine Geschäfte betreibt, sieht sich Cassiel gezwungen, einzugreifen. Wie diese Geschichte endet, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Wim Wenders führte 1993 Regie bei diesem Drama, das Elemente des Fantasy- und des Liebesfilms verbindet. In den Hauptrollen stehen Otto Sander als Cassiel, Bruno Ganz, Nastassja Kinski und Peter Falk vor der Kamera. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Schon die Genremischung verrät die Anlage des Stoffs: Ein Drama über Verlust und moralische Entscheidungen trifft auf fantastische Elemente, die den Blick eines nicht-menschlichen Wesens auf die Welt ermöglichen, während der Liebesfilm-Anteil auf die emotionalen Bindungen verweist, die Cassiel als Mensch erst kennenlernt. Die Geschichte ist als Wandlungserzählung angelegt – vom distanzierten Zuschauer zum verstrickten Akteur, der Konsequenzen tragen muss, die ihm als Engel erspart geblieben wären. Dass Cassiel ausgerechnet im Umfeld eines Gangsters landet, verschärft den Kontrast zwischen himmlischer Reinheit und irdischer Ambivalenz, den die Erzählung offenbar auslotet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein solides, aber kein breites Publikumsbild ab. Seit dem Erscheinen des Films sind über drei Jahrzehnte vergangen, was ihn deutlich in die Filmgeschichte der frühen 1990er Jahre einordnet. Innerhalb der Kombination aus Drama, Fantasy und Liebesfilm nimmt er eine eigenwillige Position ein, da er metaphysische Fragen mit erdverbundenen, teils kriminellen Konflikten verknüpft – eine Verbindung, die sich seltener findet als reine Genrebeiträge des einen oder anderen Bereichs.
Bilder








Besetzung & Stab
- Otto Sander als Cassiel
- Bruno Ganz als Damiel
- Nastassja Kinski als Raphaela
- Peter Falk als Peter Falk
- Solveig Dommartin als Marion
- Heinz Rühmann als Konrad
- Rüdiger Vogler als Phillip Winter
- Willem Dafoe als Emit Flesti
- Horst Buchholz als Tony Baker
- Martin Olbertz als The Dying Man
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Verfügbarkeit
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