Huhn mit Pflaumen (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Vincent Paronnaud |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-10-26 |
| Budget | 9.700.000 $ |
| Einspielergebnis | 3.265.941 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (190 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Teheran in den fünfziger Jahren: Der Geiger Nasser-Ali Khan verliert nicht nur sein Instrument, sondern mit ihm die Fähigkeit, Musik mit Seele zu spielen. Der Streit, bei dem seine Violine zerbrach, wirkt wie ein Symbol für etwas Älteres – eine unerfüllte Liebe zu Irâne, die ihm der Vater der jungen Frau verweigerte. Getrennt von ihr, hatte Nasser-Ali seine Sehnsucht einst in das Instrument gelegt, das ihm sein Lehrer nach der Trennung schenkte. Nun, ohne funktionierende Geige, verlässt ihn auch der Lebensmut. Er macht sich auf die Suche nach einem Ersatz und wandert dabei durch seine Erinnerungen, durch Bilder einer Vergangenheit, die sein Gegenwartsleben durchdringt und erklärt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2011 unter der Regie von Marjane Satrapi. In den Hauptrollen sind Mathieu Amalric, Golshifteh Farahani, Édouard Baer und Maria de Medeiros zu sehen. Als Ausgangspunkt dient die persönliche Krise eines Musikers, deren Verlauf in Rückblenden über mehrere Lebensstationen erzählt wird.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama deutet an, dass die Geschichte trotz ihres schweren Kerns – Liebesverlust, Trauer, künstlerischer Stillstand – mit einer gewissen Leichtigkeit und erzählerischem Witz durchsetzt ist. Die Erinnerungsstruktur, die zwischen Teheran der Fünfziger und den Eindrücken der Vergangenheit hin- und herspringt, erlaubt es, eine Lebensgeschichte nicht chronologisch, sondern assoziativ zu erzählen: über Objekte, hier die Violine, als Träger von Gefühl und Erinnerung. Die internationale Besetzung mit französischen und iranischen Namen verweist auf eine Produktion, die zwischen Kulturen und Sprachen vermittelt, ohne dass sich daraus weitere Rückschlüsse ziehen ließen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 und einem Stimmenaufkommen im niedrigen dreistelligen Bereich bewegt sich der Film in einem Bereich, der auf ein interessiertes, aber zahlenmäßig begrenztes Publikum schließen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 2011 sind mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt vergangen, ohne dass sich an der Grundaussage der Geschichte – der Verschränkung von persönlichem Verlust und künstlerischem Ausdruck – etwas relativiert hätte. Innerhalb des Genrefelds zwischen Komödie und Drama zeigt der Titel, wie eng beide Register beieinanderliegen können, wenn eine Lebensgeschichte in Episoden und Erinnerungsbildern erzählt wird.
Bilder



Besetzung & Stab
- Mathieu Amalric als Nasser-Ali Khan
- Golshifteh Farahani als Irâne
- Édouard Baer als Azraël
- Maria de Medeiros als Faringuisse
- Isabella Rossellini als Parvine
- Éric Caravaca als Abdi
- Chiara Mastroianni als Lili, adulte
- Mathis Bour als Cyrus
- Christian Friedel als Cyrus, 22 ans
- Enna Balland als Lili
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Verfügbarkeit
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