Harvie Krumpet (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Adam Elliot |
|---|---|
| Genre | Animation, Komödie, Drama |
| Laufzeit | 22 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-10-23 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (203 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Harvie ist ein polnischstämmiger Junge, der mit dem Tourette-Syndrom lebt und einen unkontrollierbaren Drang verspürt, anderen Menschen mit dem Finger die Nasenspitze zu berühren. In der Schule wird er deswegen ausgegrenzt, weshalb seine Mutter beschließt, ihn zuhause zu unterrichten. Sie selbst kann jedoch nicht lesen und schreiben und neigt dazu, mit Menschen zu sprechen, die gar nicht anwesend sind. Ihr Wissen über das Leben gibt sie Harvie deshalb nicht über Bücher, sondern über gelebte Erfahrungen und kleine Begebenheiten weiter. So entsteht das Porträt eines Außenseiters, dessen Weg durch das Leben von Eigenheiten, Missverständnissen und einer eigenwilligen Erziehung geprägt ist.
Entstehungsgeschichte
Der Animationsfilm entstand 2003 unter der Regie von Adam Elliot. Zur Besetzung der Stimmen gehören Geoffrey Rush, Kamahl, John Flaus und Julie Forsyth.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Animation, Komödie und Drama erlaubt es, ein Thema wie Tourette und familiäre Außenseiterschaft mit einer gewissen Leichtigkeit zu erzählen, ohne die ernsten Untertöne zu verlieren. Dass Harvie eine Behinderung mit auffälligen körperlichen Ticks hat und von einer analfabetischen, exzentrischen Mutter erzogen wird, deutet auf eine Erzählweise hin, die das Ungewöhnliche und Marginalisierte nicht ausklammert, sondern zum Kern der Geschichte macht. Die Anlage der Handlung als Lebensweg von der Kindheit an legt nahe, dass es weniger um eine einzelne Wendung als um eine Aneinanderreihung prägender Stationen geht, aus denen sich ein ganzes Leben zusammensetzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,4 bei einer eher überschaubaren, niedrigen dreistelligen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich Harvie Krumpet in einem Bereich, der auf ein kleines, aber positiv eingestelltes Publikum hindeutet. Seit dem Erscheinungsjahr 2003 sind mittlerweile über zwei Jahrzehnte vergangen, was den Film innerhalb der Animationslandschaft als einen frühen Vertreter einer Erzählform markiert, die Zeichentrick nicht für reine Unterhaltung, sondern für ernsthafte, biografisch anmutende Stoffe nutzt. Innerhalb der Schnittmenge von Animation, Komödie und Drama nimmt er damit eine Position ein, die sich bewusst von reinen Familien- oder Genreproduktionen abhebt und stattdessen auf eine kompakte, figurenzentrierte Erzählung setzt.
Bilder


Besetzung & Stab
- Geoffrey Rush als Narrator (voice)
- Kamahl als Statue of Horace (voice)
- John Flaus als Harvie (voice)
- Julie Forsyth als Baby Harvie / Lilliana / Church Singer (voice)
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Verfügbarkeit
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