Hannah Arendt (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Margarethe von Trotta |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-09-11 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Einspielergebnis | 717.205 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (296 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1961 reist Hannah Arendt nach Jerusalem, um für ihre Zeitung über den Prozess gegen Adolf Eichmann zu berichten. Als Philosophin und Schriftstellerin geht es ihr nicht um eine bloße Chronik des Verfahrens, sondern um ein Verstehen: Wer ist dieser Mann, der für die Organisation der Deportationen verantwortlich war? Ihre akribischen Beobachtungen münden in einen Text, der zu ihrem bekanntesten, zugleich aber auch am meisten angefeindeten Werk wird. Denn Arendt beschreibt Eichmann nicht als das Monster, als das ihn viele sehen wollen, sondern als einen Funktionär, der Befehle ausführte. Diese Deutung bringt ihr Widerspruch, Distanzierung und persönliche Isolation ein. Der Film zeigt, wie sie an ihrer Position festhält, obwohl das Denken sie in schmerzhafte Konsequenzen führt.
Entstehungsgeschichte
Margarethe von Trotta hat "Hannah Arendt" 2012 als Drama inszeniert. Die Hauptrolle übernimmt Barbara Sukowa, an ihrer Seite stehen Axel Milberg, Janet McTeer und Julia Jentsch. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Dass sich der Film ganz auf ein Drama konzentriert, statt etwa auf Gerichtsspannung oder Biopic-Konventionen zu setzen, verweist auf sein eigentliches Interesse: den Denkprozess einer Person und dessen soziale Folgen. Die Konzentration auf Arendts intellektuelle Arbeit und ihr Umfeld aus Freunden und Kollegen erlaubt es, die Kontroverse um ihre Prozessdeutung nicht als äußeres Ereignis, sondern als etwas zu zeigen, das sich unmittelbar auf Beziehungen und Alltag auswirkt. Die Besetzung mit Darstellerinnen und Darstellern aus unterschiedlichen europäischen Filmtraditionen passt zu einem Stoff, der zwischen New York, Jerusalem und Europa angesiedelt ist.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden, unaufgeregten Mittelfeld dessen, was ein Publikum zu historisch-biografisch grundierten Dramen sagt. Mehr als ein Jahrzehnt nach seiner Entstehung bleibt er ein Beispiel dafür, wie sich ein philosophischer Streit filmisch als persönliches Drama erzählen lässt, ohne dass Gerichtsszenen allein die Spannung tragen müssen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Barbara Sukowa als Hannah Arendt
- Axel Milberg als Heinrich Blücher
- Janet McTeer als Mary McCarthy
- Julia Jentsch als Lotte Köhler
- Nicholas Woodeson als William Shawn
- Ulrich Noethen als Hans Jonas
- Leila Schaus als Laureen
- Claire Johnston als Ms Serkin
- Michael Degen als Kurt Blumenfeld
- Friederike Becht als Young Hannah Arendt
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Verfügbarkeit
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