Hafen im Nebel (1938)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marcel Carné |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Drama, Krimi |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1938-05-17 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (316 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jean ist Deserteur und sucht Zuflucht in Le Havre. Die Hafenstadt ist ein Treffpunkt zwielichtiger Gestalten, und für Jean ist sie vor allem eine Durchgangsstation: Von hier aus will er mit einem Schiff in die Freiheit entkommen.
Auf der Suche nach einer Unterkunft begegnet er Nelly, einer schönen jungen Frau, und verliebt sich in sie. Damit ist er jedoch nicht allein. Auch der Gauner Lucien bemüht sich um Nellys Gunst. Und Zabel, der als ihr Vormund eigentlich für sie sorgen sollte, hegt Gefühle, die weit über väterliche Zuneigung hinausgehen. So gerät Jean, der eigentlich nur unauffällig verschwinden wollte, in ein Geflecht aus Begehren, Eifersucht und Abhängigkeit, aus dem sich kaum ein leichter Ausweg bietet.
Entstehungsgeschichte
Marcel Carné inszenierte den Film im Jahr 1938. Jean Gabin, Michel Simon, Michèle Morgan und Pierre Brasseur bilden die Besetzung. Freigegeben ist er ab 12 Jahren.
Der deutsche Titel „Hafen im Nebel“ verweist auf den Schauplatz und seine Stimmung, während der englische Titel „Port of Shadows“ die Schatten betont. Beide Titel rücken die Hafenstadt als Ort des Ungewissen in den Vordergrund.
Hinter den Kulissen
Liebesfilm, Drama und Krimi verbinden sich hier zu einer dunklen Erzählung. Die Liebesgeschichte zwischen Jean und Nelly bildet das Zentrum, das kriminelle Milieu der Hafenstadt den Hintergrund, das Drama die Ausweglosigkeit der Lage.
Die Figurenkonstellation ist dicht gebaut. Drei Männer richten ihre Aufmerksamkeit auf dieselbe Frau, und jeder steht für eine andere Form der Beziehung: der Flüchtige, der Gauner, der Vormund. Besonders beklemmend ist die Rolle Zabels, dessen Machtstellung und Begehren sich unheilvoll vermischen. Der Hafen selbst wirkt wie ein Symbol, als Ort der Hoffnung auf Aufbruch und zugleich als Sackgasse für jene, die dort festsitzen.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,4 von 10 spricht für eine hohe Wertschätzung, getragen von einigen hundert Stimmen.
Zwischen dem Erscheinen und heute liegen 88 Jahre. Im Feld des Kriminal- und Liebesdramas steht der Film für eine Erzählweise, die Stimmung, Milieu und Schicksal eng verknüpft und ihre Figuren in einer Welt zeigt, in der die Sehnsucht nach Freiheit an den Umständen zu zerbrechen droht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean Gabin als Jean
- Michel Simon als Zabel
- Michèle Morgan als Nelly
- Pierre Brasseur als Lucien
- Édouard Delmont als Panama
- Raymond Aimos als Quart Vittel
- Robert Le Vigan als The Painter
- René Génin als The Doctor
- Jenny Burnay als A Girl
- Roger Legris als Hotel Manager
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Verfügbarkeit
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