Good (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Vicente Amorim |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-12-31 |
| TMDB-Bewertung | 6 (172 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
John Halder gilt als anständiger, gebildeter Deutscher, als die Nationalsozialisten an die Macht kommen. Über seine kranke Mutter hat er ein Buch geschrieben, in dem er sich für Sterbehilfe ausspricht. Zu seiner eigenen Überraschung wird der Text in den höchsten Kreisen der NSDAP wohlwollend aufgenommen – dort erkennt man das Potenzial, Halders Gedanken für die eigenen, menschenverachtenden Zwecke zu instrumentalisieren. Halder selbst sieht vor allem den beruflichen Aufstieg, den ihm der Erfolg beschert, und wird schließlich Mitglied der SS. Dabei verliert er zunehmend den Blick für das Schicksal der Menschen in seinem Umfeld, allen voran seinen jüdischen Freund Maurice, der dringend auf seine Hilfe angewiesen ist, um Deutschland zu verlassen. Ob Halder ihm beisteht oder sich endgültig zum willenlosen Werkzeug eines Systems macht, bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2008 unter der Regie von Vicente Amorim und ist als Drama angelegt. In den Hauptrollen sind Viggo Mortensen als John Halder, Jason Isaacs, Mark Strong und Steven Mackintosh zu sehen.
Hinter den Kulissen
Dass sich die Geschichte auf eine einzige Genrebezeichnung, Drama, stützt, passt zur Anlage des Stoffs: Es geht weniger um äußere Handlung als um die innere Entwicklung einer Figur, die sich Schritt für Schritt selbst belügt. Die Konstellation aus einem scheinbar harmlosen intellektuellen Anfangspunkt – einem Buch über Sterbehilfe – und dessen Vereinnahmung durch ein Terrorregime macht deutlich, dass der Film die Mechanismen von Mitläufertum und Selbsttäuschung in den Mittelpunkt stellt statt spektakulärer Ereignisse. Die Freundschaft zu Maurice dient dabei als moralischer Prüfstein, an dem sich Halders Wandel ablesen lässt, ohne dass die Geschichte ihn zu einem eindeutigen Bösewicht oder Helden erklärt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine klare Tendenz zwischen breiter Zustimmung oder Ablehnung ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 2008 sind mittlerweile 17 Jahre vergangen, was ihn in eine Reihe historischer Dramen einordnet, die sich mit individueller Verstrickung in den Nationalsozialismus auseinandersetzen, ohne dass weitere Vergleichspunkte aus den vorliegenden Angaben hervorgehen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Viggo Mortensen als Halder
- Jason Isaacs als Maurice
- Mark Strong als Bouhler
- Steven Mackintosh als Freddie
- Jodie Whittaker als Anne
- Gemma Jones als Mother
- Anastasia Hille als Helen
- Ruth Gemmell als Elisabeth
- Steven Elder als Eichmann
- Kevin Doyle als Commandant
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Verfügbarkeit
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