Get Out (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jordan Peele |
|---|---|
| Genre | Mystery, Thriller, Horror |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-02-24 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 4.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 255.407.969 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (19.347 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Chris Washington fährt mit seiner Freundin Rose übers Wochenende zu deren Eltern aufs Land. Er ist Schwarz, ihre Familie ist weiß, und Rose hat es ihnen nicht vorher gesagt — kein Problem, versichert sie, ihr Vater hätte Obama ein drittes Mal gewählt.
Der Empfang ist überfreundlich. Die Gäste einer Gartenparty erkundigen sich nach Chris' Körperbau, ein Gast erwähnt Tiger Woods, alle bemühen sich sichtbar. Die beiden Angestellten des Hauses sind Schwarz und verhalten sich, als stimme etwas nicht mit ihnen. Der Film entwickelt aus dieser Beklemmung schrittweise einen Horrorfilm, dessen Auflösung die freundliche Fassade nicht widerlegt, sondern erklärt.
Entstehungsgeschichte
Jordan Peele war als Hälfte des Comedy-Duos Key & Peele bekannt und hatte zuvor nie Regie geführt. Er schrieb das Drehbuch über mehrere Jahre und legte es zunächst beiseite, weil er die Prämisse für nicht verkäuflich hielt.
Sein erklärtes Ziel war, den Rassismus zu behandeln, der sich nicht offen zeigt — nicht den der Feindseligkeit, sondern den des Wohlwollens. Blumhouse produzierte mit einem Budget von rund 4,5 Millionen Dollar, was Peele weitgehende Freiheit ließ. Ein alternatives Ende, in dem Chris verhaftet wird, wurde gedreht und verworfen: Peele entschied nach der Berichterstattung über Polizeigewalt in den USA, dass das Publikum einen Ausweg brauche.
Hinter den Kulissen
Peele arbeitete mit einem dichten System aus Hinweisen, die beim zweiten Sehen eine andere Bedeutung bekommen — die Hirschgeweihe, das Ausbleichen der Fotos, die Rede über Muskelfasern. Die Versenkung, in die Chris hypnotisiert wird, entstand als praktische Aufnahme: Daniel Kaluuya wurde auf einem beweglichen Sitz vor schwarzem Hintergrund von der Kamera weggefahren.
Kaluuya, Brite, musste für die Rolle einen amerikanischen Akzent sprechen; Samuel L. Jackson kritisierte die Besetzung eines Briten öffentlich, worauf Kaluuya sachlich antwortete. Die Szene, in der Chris weinend im Sessel sitzt, wurde in einem Durchgang gedreht und gilt als der Moment, der ihm die Oscar-Nominierung einbrachte.
Einordnung & Wirkung
"Get Out" spielte weltweit über 255 Millionen Dollar ein — bei 4,5 Millionen Budget eines der profitabelsten Verhältnisse der jüngeren Kinogeschichte. Jordan Peele gewann den Oscar für das beste Originaldrehbuch; der Film war zusätzlich als bester Film, für die Regie und für Daniel Kaluuya nominiert.
Er veränderte den Status des Genres. Horror galt zuvor bei Preisverleihungen als nicht satisfaktionsfähig; nach "Get Out" wurden Filme wie "Hereditary", "Midsommar" und "Nope" selbstverständlich als Autorenkino besprochen. Der Begriff "sunken place" für Chris' Zustand ging in den allgemeinen Sprachgebrauch über. Peele wurde mit einem einzigen Film vom Comedian zum Regisseur, dessen Name allein einen Kinostart trägt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Daniel Kaluuya als Chris Washington
- Allison Williams als Rose Armitage
- Catherine Keener als Missy Armitage
- Bradley Whitford als Dean Armitage
- Caleb Landry Jones als Jeremy Armitage
- Marcus Henderson als Walter
- Betty Gabriel als Georgina
- LaKeith Stanfield als Andre Logan King
- Stephen Root als Jim Hudson
- Lil Rel Howery als Rod Williams
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Verfügbarkeit
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