Franziskus, der Gaukler Gottes (1950)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roberto Rossellini |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 87 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1950-12-15 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (101 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film erzählt nicht eine durchgehende Handlung, sondern reiht kleine, in sich geschlossene Episoden aus dem Leben des Franziskus und seiner Gefolgschaft aneinander. Gezeigt werden Momente der Demut, des Mitgefühls, des Glaubens und der Bereitschaft zum Verzicht – schlichte Begebenheiten aus dem Alltag einer Ordensgemeinschaft, die sich der Armut und der Nachfolge eines geistlichen Vorbilds verschrieben hat. Die einzelnen Szenen wirken wie lose Perlen einer Kette, verbunden durch die Figur des Franziskus und den Ton der Erzählung, nicht durch einen klassischen dramatischen Bogen. Im Zentrum steht weniger ein äußerer Konflikt als die innere Haltung der Figuren zueinander und zur Welt.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Roberto Rossellini, der den Film 1950 realisierte. Es handelt sich um ein Drama mit historischem Bezug. In den Rollen sind Aldo Fabrizi, Gianfranco Bellini, Peparuolo und Severino Pisacane zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Historie zeigt sich hier in der bewussten Entscheidung, keine geschlossene Erzählung mit Höhepunkt und Auflösung zu liefern, sondern eine Abfolge von Vignetten, die zusammen ein Bild vermitteln. Diese episodische Form passt zu einem Stoff, der von geistlicher Suche und nicht von äußerer Handlung getragen wird: Wo es um Demut und Hingabe geht, ersetzt die Aneinanderreihung kleiner Szenen die übliche Dramaturgie von Aufbau und Zuspitzung. Die Besetzung mit mehreren, im Abspann nicht durchgängig prominent geführten Namen deutet darauf hin, dass der Film auf ein Ensemble unterschiedlicher Figuren rund um die Hauptfigur setzt, statt auf einen einzelnen Star.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen, im niedrigen dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl bewegt sich der Film im positiven, aber nicht überragenden Bereich der Skala – ein Ergebnis, das für einen wenig bekannten, aber offenbar goutierten Titel spricht. Seit der Entstehung 1950 sind mittlerweile 75 Jahre vergangen, was den Film klar in die frühe Nachkriegszeit des italienischen Kinos einordnet. Innerhalb der Kombination aus Drama und Historie nimmt er mit seiner episodischen, auf spirituelle Themen konzentrierten Erzählweise eine eigene Position ein, die sich von handlungsgetriebenen Werken des Genres deutlich unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Aldo Fabrizi als Nicolaio, il Tiranno di Viterbo
- Gianfranco Bellini als Narrator (voice)
- Peparuolo als Giovanni il Sempliciotto
- Severino Pisacane als Fra' Ginapro
- Roberto Sorrentino
- Nazario Gerardi als San Francesco (uncredited)
- Arabella Lemaitre als Santa Chiara (uncredited)
- Renzo Rossellini als Narrator (voice) (uncredited)
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Verfügbarkeit
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