Fatal (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michaël Youn |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-06-16 |
| Budget | 17.289.533 $ |
| Einspielergebnis | 8.929.413 $ |
| TMDB-Bewertung | 6 (673 Stimmen) |
Worum es geht
Fatal Bazooka ist ein Rapper, der alles mitbringt, was zum großen Auftritt gehört: harte Posen, Prunk, Erfolg in Serie. Er gilt als unangefochtene Nummer eins, sammelt Hits, hat eine Kleiderlinie und ein eigenes Magazin, und ein Vergnügungspark unter dem Namen Fataland steht kurz bevor. Nach außen stimmt jedes Detail.
Nur innen nicht. Fatal weiß nicht mehr, wohin er will, weil er nicht mehr weiß, woher er kommt. Von Anfang an hat er die Erzählung gepflegt, er sei im Ghetto aufgewachsen. Tatsächlich stammt er aus einem kleinen Dorf in Savoyen, mitten in den Alpen, als Sohn von Schafhirten. Weil sich beides schlecht verträgt, hat er seine Herkunft versteckt und die eigene Vergangenheit beiseitegeschoben – eine Konstruktion, die sich auf Dauer nur schwer halten lässt.
Entstehungsgeschichte
Michaël Youn führte bei dem 2010 erschienenen Film nicht nur Regie, sondern trat auch vor der Kamera auf. Neben ihm sind Stéphane Rousseau, Armelle und Ary Abittan zu sehen.
Hinter den Kulissen
Der Film ist eine reine Komödie, und die Anlage der Geschichte zeigt, worauf sie zielt: auf die Lücke zwischen Rolle und Person. Eine Kunstfigur, die ihre Biografie erfunden hat, trägt den Widerspruch bereits in sich; jede Szene kann ihn ausspielen, ohne dass es dafür einen äußeren Gegenspieler bräuchte. Dass Regie und Darstellung in einer Hand liegen, verstärkt diese Anlage – die Figur ist ganz auf einen Darsteller zugeschnitten. Der Kontrast zwischen dem behaupteten Ghetto und dem tatsächlichen Bergdorf liefert das Grundmuster, aus dem sich der Rest ergibt, und die Aufzählung der Geschäftsfelder ringsum zeigt, wie viel an dieser Erfindung hängt.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 6,0 von 10 beruht auf einer Basis im dreistelligen Bereich und beschreibt eine Komödie, die ihr Publikum gefunden, es aber nicht über das Genre hinaus erweitert hat. 16 Jahre nach dem Erscheinen wirkt der Stoff vor allem als Momentaufnahme einer Popkultur, deren Echtheitsversprechen der Film von innen aufbricht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Michaël Youn als Fatal Bazooka
- Stéphane Rousseau als Chris Prolls
- Armelle als Heidi
- Ary Abittan als David Fontana
- Vincent Desagnat als Pedro Summer
- Jérôme Le Banner als Hervé Willard
- Jean Benguigui als Tony Tarba
- Niels Schneider als Lawyer in the car
- Isabelle Funaro als Athena Novotel
- Fabrice Eboué als Bruce Keita
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Verfügbarkeit
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