Es lebe die Freiheit (1931)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | René Clair |
|---|---|
| Genre | Komödie, Musik |
| Laufzeit | 80 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1931-12-18 |
| TMDB-Bewertung | 7 (121 Stimmen) |
Worum es geht
Louis sitzt im Gefängnis, als er die Flucht wagt und ihr gelingt. Draußen baut er sich eine bürgerliche Existenz auf, arbeitet sich hoch und wird schließlich Kopf einer erfolgreichen Fabrik, die er mit moderner Technik ausstattet. Jahre später kommt sein einstiger Zellengenosse Émile aus der Haft frei und findet Louis wieder. Die gemeinsame Vergangenheit lässt sich jedoch nicht einfach abschütteln: Die Angst vor Entdeckung treibt beide um, und der Wunsch wächst, dem engen Getriebe der Fabrikwelt zu entkommen.
Entstehungsgeschichte
„Es lebe die Freiheit“ entstand 1931 unter der Regie von René Clair. In den Hauptrollen sind Henri Marchand als Louis und Raymond Cordy als Émile zu sehen, an ihrer Seite Rolla France und Paul Ollivier. Der Film verbindet Komödie und Musik zu einer erzählerischen Einheit.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Musik ist hier kein bloßes Beiwerk, sondern trägt die Erzählung selbst: Leichtigkeit im Ton steht neben einem Stoff, der die Mechanisierung der Arbeitswelt und die Enge bürgerlicher Ordnung verhandelt. Dass ein entflohener Häftling zum Fabrikherrn wird, ist als Konstruktion angelegt, die zwei Lebenswege spiegelbildlich gegeneinanderstellt – den des Aufsteigers und den des weiterhin Verfolgten. Die Wiederbegegnung der beiden Männer bringt diese Gegensätze zusammen und macht die Fabrik selbst zum Ort, an dem Freiheit und Ordnung aufeinandertreffen. Die Anlage der Geschichte, die auf eine Flucht aus genau jener Welt zusteuert, die Louis sich aufgebaut hat, deutet auf eine satirische Grundhaltung gegenüber Fortschritt und Erfolg hin, ohne dass der Film dies plakativ ausstellen müsste.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer noch schmalen Bewertungsbasis von etwas über hundert Stimmen lässt sich der Film heute nur mit Vorsicht einordnen – die Zahlen sind zu gering für ein belastbares Bild der Rezeption. Zwischen der Entstehung 1931 und heute liegen mehr als neunzig Jahre, ein Abstand, der den Film tief in die frühe Tonfilmzeit stellt. Innerhalb der Verbindung von Komödie und Musik bleibt „Es lebe die Freiheit“ ein Beispiel dafür, wie beide Register genutzt wurden, um gesellschaftliche Beobachtungen zu verpacken.
Bilder








Besetzung & Stab
- Henri Marchand als Émile
- Raymond Cordy als Louis
- Rolla France als Jeanne
- Paul Ollivier als Paul Imaque, l'oncle
- Jacques Shelly als Paul
- Germaine Aussey als Maud
- Léon Lorin als Le vieux monsieur sourd
- Vincent Hyspa als Le vieil orateur
- André Michaud als Le contremaitre
- Maximilienne als Une invitée au diner
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