Erlöse uns von dem Bösen (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Amy J. Berg |
|---|---|
| Genre | Krimi, Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-06-24 |
| Einspielergebnis | 201.275 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (213 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Zentrum von „Erlöse uns von dem Bösen“ steht Pater Oliver O’Grady, der über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg Kinder aus katholischen Familien in Nordkalifornien missbrauchte. Die Dokumentation zeigt, wie er das Vertrauen von Müttern und Vätern gewann, um an deren Kinder heranzukommen, und wie er dabei weder Scham noch Schuldgefühle zeigte. Interne Kirchendokumente belegen, dass die Verantwortlichen bereits seit 1973 von den Taten wussten, O’Grady aber lediglich von Gemeinde zu Gemeinde versetzten, während Gläubige und Polizei belogen wurden. Neben O’Grady selbst kommen auch Betroffene zu Wort, denen der Film Raum gibt, ihre Geschichte zu erzählen.
Entstehungsgeschichte
Der Dokumentarfilm entstand 2006 unter der Regie von Amy J. Berg. Zu den Personen, die im Film auftreten, gehören Oliver O’Grady selbst, der Kirchenvertreter Thomas P. Doyle sowie Benedikt XVI. und eine Person namens Adam. Weitere Angaben zur Produktion liegen nicht vor.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi und Dokumentarfilm macht deutlich, dass hier keine fiktive Aufarbeitung, sondern eine auf Fakten und Interviews gestützte Untersuchung eines realen Verbrechenskomplexes vorliegt. Dass die Regisseurin O’Grady direkt vor die Kamera holt, verschiebt den Fokus weg von einer distanzierten Nacherzählung hin zu einer Konfrontation mit dem Täter selbst, während gleichzeitig kirchliche Verantwortungsträger und Betroffene eingebunden werden. Diese Anlage – Täter, Institution und Opfer im selben Film – deutet auf einen Anspruch hin, nicht nur einen Einzelfall, sondern ein strukturelles Versagen sichtbar zu machen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis bewegt sich der Film im soliden, aber nicht extrem breit rezipierten Bereich. Seit dem Erscheinungsjahr 2006 liegen mittlerweile fast zwei Jahrzehnte, ohne dass sich am Kern des Themas – institutioneller Missbrauch und dessen Vertuschung – etwas an Relevanz verloren hätte. Innerhalb des Dokumentarfilmgenres steht der Titel für jene Spielart, die auf direkte Konfrontation mit einem Täter setzt statt auf reine Rekonstruktion, was ihn von rein illustrierenden Aufarbeitungen unterscheidet.
Bilder


Besetzung & Stab
- Oliver O'Grady als Himself
- Thomas P. Doyle als Himself
- Benedict XVI als Himself (archive footage)
- Adam als Himself
- Monsignor Cain als Himself (archive footage)
- Jane Degroot als Herself
- Ann Marie Jyono als Herself
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Verfügbarkeit
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