West of Memphis (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Amy J. Berg |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 146 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-11-22 |
| Einspielergebnis | 318.317 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (162 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am 5. Mai 1993 werden in West Memphis, Arkansas, drei Kinder getötet. Die Ermittlungen führen zu drei Jugendlichen, die 1994 verurteilt werden, obwohl ihnen die finanziellen Mittel für eine angemessene Verteidigung fehlen. Der Film verfolgt, wie sich die Beweislage im Rückblick als brüchig erweist und wie die Justiz mit den Angeklagten umgeht, die kaum Möglichkeiten haben, sich zu wehren. Erzählt wird aus der Perspektive der Betroffenen und ihres Umfelds, wobei die eigentliche juristische Wendung der Geschichte bewusst offen bleibt.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Amy J. Berg, der Dokumentarfilm erschien 2012. Vor der Kamera stehen die Betroffenen selbst: Damien Echols, Jessie Misskelley Jr. und Jason Baldwin, die als „West Memphis Three“ bekannt wurden, sowie Pam Hobbs, die Mutter eines der getöteten Kinder. Ihre Perspektiven bilden das Rückgrat des Films.
Hinter den Kulissen
Als Dokumentarfilm verzichtet „West of Memphis“ auf fiktionale Zuspitzung und stützt sich stattdessen auf die Aussagen der unmittelbar Beteiligten – sowohl der Verurteilten als auch der Angehörigen der Opfer. Diese Gegenüberstellung zeigt, dass der Film nicht nur eine Seite bedienen will, sondern das gesamte Spektrum der Betroffenheit abbildet: die drei Männer, deren Jugend von dem Verfahren überschattet wurde, und eine Mutter, die eines ihrer Kinder verloren hat. Die Konzentration auf ein einziges, klar umrissenes Verfahren über einen Zeitraum von rund zwei Jahrzehnten – von der Tat 1993 bis zur Freilassung 2010 – macht deutlich, dass es dem Film um die langfristigen Folgen eines fehlerhaften Justizsystems geht, nicht um eine schnelle Aufarbeitung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht breit abgestützten Bereich der Wahrnehmung. Seit seinem Erscheinen 2012 sind mittlerweile über ein Jahrzehnt vergangen, was den Film zeitlich von den Ereignissen selbst deutlich abrückt, ohne dass sich an der Grundaussage über die Schwächen der geschilderten Ermittlungsarbeit etwas ändert. Innerhalb des dokumentarischen Genres, das sich mit Fehlurteilen und deren Aufarbeitung befasst, reiht sich der Titel in eine Reihe von Werken ein, die juristische Fälle über Jahre begleiten und dabei den Betroffenen selbst Raum geben.
Bilder


Besetzung & Stab
- Damien Echols als Self
- Jessie Misskelley Jr. als Self
- Jason Baldwin als Self
- Pam Hobbs als Self – Stevie Branch's Mother
- Steve Jones als Self – Former Juvenile Officer, Crittenden County
- John Fogleman als Self – Former Deputy Prosecutor
- Jerry Driver als Self – Former Juvenile Corrections Officer
- Sharon French als Self – Juror #9 - Echols/Baldwin Trial
- Lorri Davis als Self – Damien's Wife
- Mara Leveritt als Self – Author - "Devil's Knot"
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Verfügbarkeit
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