Einer flog über das Kuckucksnest (1975)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Miloš Forman |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 133 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1975-11-19 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 3.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 108.981.275 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (11.770 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Randle McMurphy lässt sich in eine psychiatrische Klinik verlegen, um dem Arbeitslager zu entgehen — er hält das für den bequemeren Weg. Auf der Station herrscht Schwester Ratched, die nicht laut wird und keine Gewalt anwendet, sondern über Tagesordnungen, Gruppensitzungen und Abstimmungen eine Ordnung durchsetzt, die niemand infrage stellt.
McMurphy stellt sie infrage: Er organisiert ein Kartenspiel, will das Baseballspiel im Fernsehen sehen, entführt die Patienten zu einer Bootsfahrt. Der Film erzählt daraus keinen Befreiungsschlag, sondern einen Machtkampf, den ein einzelner Mensch gegen eine Institution führt und in dem der große Indianer Häuptling Bromden, der seit Jahren schweigt, die eigentliche Auflösung trägt.
Entstehungsgeschichte
Ken Keseys Roman von 1962 war zunächst als Bühnenstück mit Kirk Douglas verfilmt worden, der die Filmrechte über ein Jahrzehnt hielt und keinen Produzenten fand. Er übergab sie schließlich seinem Sohn Michael Douglas, der die Finanzierung zustande brachte.
Kirk Douglas war inzwischen zu alt für die Rolle. Miloš Forman, der aus der Tschechoslowakei emigriert war, übernahm die Regie — seine Erfahrung mit einem autoritären Staat prägte die Lesart des Stoffes deutlich. Ken Kesey zerstritt sich mit der Produktion, unter anderem weil der Film den Erzähler wechselt: Im Roman erzählt Bromden, im Film steht McMurphy im Zentrum. Kesey hat den Film nach eigener Aussage nie gesehen.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in der Oregon State Hospital, einer tatsächlich in Betrieb befindlichen psychiatrischen Klinik. Deren Leiter spielt im Film den Chefarzt, und ein Teil der Nebenrollen wurde mit Personal und Patienten besetzt.
Forman ließ das Ensemble während der Produktion auf der Station wohnen und arbeitete mit langen Aufnahmen und improvisierten Passagen. Die Gruppensitzungen entstanden weitgehend ohne festen Text. Louise Fletcher übernahm die Rolle der Ratched, nachdem mehrere bekannte Darstellerinnen abgelehnt hatten — unter anderem, weil sie die Figur für nicht spielbar hielten.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann alle fünf großen Oscars — bester Film, Regie, Hauptdarsteller, Hauptdarstellerin und adaptiertes Drehbuch. Vor ihm war das nur "Es geschah in einer Nacht" gelungen, nach ihm nur "Das Schweigen der Lämmer".
Er traf einen Zeitpunkt, an dem die Psychiatrie in mehreren Ländern grundlegend infrage gestellt wurde, und verstärkte die öffentliche Auseinandersetzung über geschlossene Unterbringung und Elektrokrampftherapie erheblich. Fachlich wird ihm seit Jahrzehnten vorgeworfen, ein Zerrbild der Behandlung zu zeichnen, das Betroffene bis heute von Hilfe abhält — beides trifft zu und ist bis heute nicht aufgelöst.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jack Nicholson als Randle Patrick McMurphy
- Brad Dourif als Billy Bibbit
- Louise Fletcher als Nurse Mildred Ratched
- Danny DeVito als Martini
- William Redfield als Dale Harding
- Scatman Crothers als Orderly Turkle
- Christopher Lloyd als Max Taber
- Will Sampson als Chief Bromden
- Dean R. Brooks als Dr. John Spivey
- Michael Berryman als Ellis
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Verfügbarkeit
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